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Beschluss in Sachen Windkraft gefasst

Springe Beschluss in Sachen Windkraft gefasst

Für die umstrittene Windparkfläche in Lüdersen hat der Verwaltungsausschuss jetzt die Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Die Bürgerinitiative kritisiert das Verfahten

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Die geplante Windparkanlage Lüdersen ist umstritten.

Quelle: Symbolfoto: dpa

Springe. Lüdersen. Die Bebauungsplanänderung auf der geplanten Windparkfläche in Lüdersen ist vom Verwaltungsausschuss auf den Weg gebracht worden. „Damit ist das Kind in den Brunnen gefallen“, meldet sich Michael Buckup, Vize-Chef der Bürgerinitiative Gegenwind, zu Wort.

Nach dem sogenannten Aufstellungsbeschluss kann es jetzt an die Umsetzung gehen, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Heißt konkret: Biologen werden sich Pflanzen ansehen, die Bodenbeschaffenheit prüfen, Tiere bestimmen und das Gelände vermessen und auf einer Karte darstellen. „Der Bereich ist keine tote Brachlandschaft, da wird es viel zu entdecken geben“, glaubt Springfeld. Erst dann könne überhaupt festgestellt werden, ob die Fläche für eine Windkraftanlage infrage kommt oder eben nicht.

Der Hintergrund: Bei der Region gibt es einen Antrag der sächsischen Firma UKA, die bei Lüdersen sechs Windräder bauen will. Die Stadt hatte Rechtsanwälte beauftragt, die empfohlen hatten, den Flächennutzungsplan dringend zu ändern, die Experten der Initiative forderten das Gegenteil.

„Jetzt steht in dem Aufstellungsbeschluss auch konkret das Wort Windkraft“, kritisiert Buckup. Die Initiative habe sich generell bei dem Verfahren übergangen gefühlt - und schrieb einen Protestbrief an die Verwaltung. Die Initiative wurde nicht beteiligt. Springfeld hält dagegen: „Wir haben die Initiative intensiv mit eingebunden und alle an einem Tisch gesessen.“ Ihm sei es wichtig gewesen, miteinander ins Gespräch zu kommen und niemanden bei der Diskussion auszugrenzen. Buckup sieht das anders und sieht Springfeld klar in der Verantwortung. „Wir müssen jetzt die Daumen drücken, dass nichts passiert.“ Sein Vorschlag war, einen allgemeinen Beschluss zu fassen, ohne näher auf das Thema Windkraft einzugehen. „Gerade bei diesen vielen redaktionellen Änderungen und Formulierungen muss man genau überlegen und darf kein Risiko eingehen. Die Änderungen wurden verschlimmbessert“, sagt Michael Buckup. Außerdem könne er die Eile nicht verstehen.

Von Saskia Helmbrecht

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