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Boris Sichon spielt Weltmusik auf ausgehöhlten Karotten

Bennigsen Boris Sichon spielt Weltmusik auf ausgehöhlten Karotten

Er spielte mit australischen Aborigines und mit arabischen Beduinen: Derzeit ist der Weltmusiker Boris Sichon zu Gast an Schulen im Springer Stadtgebiet. Am Montag war der in Kanada lebende Künstler zum Auftakt an der Bennigser Peter-Härtling-Schule (PHS) - und begeisterte viele Schüler für das Musikmachen mit simplen Instrumenten.

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Boris Sichon klatscht und trommelt mit den Schülern. Brinkmann-Thies

Bennigsen. Dass nicht nur der eigene Körper, sondern auch eine ausgehöhlte Karotte ein hervorragendes Instrument sein kann, bewies Sichon auf eindrucksvolle Weise. Begeistert folgten die Schüler seinen Rhythmusvorgaben, klatschten, trampelten und trommelten gemeinsam mit dem Weltmusiker. Der hatte von diversen Schlaginstrumenten über Gitarren und Flöten Instrumente aus vielen Teilen der Welt dabei. Und er musste dabei viel improvisieren, denn ein Teil seiner Ausstattung war ihm auf der Reise nach Deutschland gestohlen worden.

Die Verständigung war kein Problem: Auf Englisch und mit der internationalen Sprache der Musik kommunizierten Sichon und die Schüler der Förderschule Schwerpunkt Lernen problemlos. „Können Sie auch Stücke aus dem Radio nachspielen?“, wollte ein Schüler wissen. Das käme ganz auf den Sender an, erklärte Sichon. Hip-Hop liege ihm nicht, er spiele lieber Klassisches, sagte der studierte Musiker, der einst im Sinfonieorchester St. Petersburg und Moskau spielte, bis er die Weltmusik für sich entdeckte und auf Reisen ging.

Es sei ihm eine Ehre gewesen, vor und mit den Peter-Härtling-Schülern zu musizieren, sagte Sichon bei der Verabschiedung. An der PHS war er bereits zum zweiten Mal zu Gast. Und begeisterte bereits beim ersten Besuch derart, dass der Musiklehrer Timo Abheiden gemeinsam mit Leonid Balski von der Springer Musikschule ein Wiedersehen organisierte.

Montag trommelte Boris Sichon noch mit den Mädchen und Jungen der Grundschule Bennigsen, am Dienstag ist er zu Gast am Otto-Hahn-Gymnasium, und am Mittwoch spielt er vor und mit Schülern der IGS Springe.

Von Anne Brinkmann-Thies

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