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Bürgermeister macht Hauptschul-Absolventen Mut

Springe Bürgermeister macht Hauptschul-Absolventen Mut

18 Schüler haben Donnerstag die Gerhart-Hauptmann-Schule mit einem Abschluss in der Tasche verlassen. Im letzten Schuljahr hätten sich die meisten noch mal richtig ins Zeug gelegt „und sehr gute Ergebnisse erzielt“, sagte Schulleiterin, Helga Meyer-Loth. Besonders lobte sie vier Absolventen, die vor vier Jahren noch kein Wort Deutsch konnten.

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Springe. "Endlich Freiheit!", werden sich die Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule gedacht haben, als sie ihre Abschlusszeugnisse entgegennahmen. Es sei nicht immer ganz leicht mit ihnen gewesen, berichtete die kommissarische Schulleiterin, Helga Meyer-Loth. „Oftmals mochte ich gar nicht mehr ins Lehrerzimmer gehen, weil ich schon wusste, dass sich Kollegen wieder über die Schüler beschweren würden“, sagte sie schmunzelnd.

Viel Spaß hätten ihr aber die vielen Ausflüge und Klassenfahrten gemacht. „Manchmal habe ich mich dann gefragt, warum ich überhaupt noch den mühseligen Unterricht fortführe, wenn es ansonsten doch so nett mit den Schülern ist“, sagte sie mit einem Augenzwinkern.

18 Schüler haben die Gerhart-Hauptmann-Schule mit einem Abschluss in der Tasche verlassen. Davon erreichten vier Schüler einen Hauptschulabschluss nach Klasse neun und fünf von ihnen schafften es nach Klasse zehn. Fünf Schüler beendeten das Schuljahr mit einem Realschulabschluss. Drei Schüler erreichten den erweiterten Realschulabschluss.

Besonders lobend hob sie vier ihrer Schüler vor. „Es sind Absolventen unter uns, die vor vier Jahren an die Gerhart-Hauptmann-Schule gekommen sind und kein Wort Deutsch sprechen konnten“, sagte sie und ergänzte sichtlich gerührt: „Heute stehen sie hier und haben einen Abschluss in der Hand - zwei von ihnen haben sogar den erweiterten Sekundarabschluss erreicht.“

Gastredner Bürgermeister Christian Springfeld verglich die schulische Laufbahn mit einem Zug. „Die Haltestellen sind vorgegeben. Erst folgt der Kindergarten, dann die Grundschule und danach geht es auf weiterführende Schulen“, erklärte er seine Metapher.

Springfeld riet den Schülern in seinem Grußwort dazu, auch mal aus dem Zug auszusteigen. „Ihr könnt jetzt selber wählen, wie es weitergeht. Ob ihr weiter die Schule besucht oder eine Ausbildung anfangt.“ Er hoffe, dass die Absolventen für ihre Zukunft die richtigen Entscheidungen treffen. „Ihr habt es jetzt in der Hand“, betonte der Bürgermeister.

Der festliche Rahmen der Abschlussfeier wurde durch den Auftritt des Kinderchors der IGS unterstützt. Auch die achte Klasse hatte sich etwas einfallen lassen, um die Neunt- und Zehntklässler zu verabschieden - und den Sketch „Liebeskummer“ einstudiert.

Von Sandra Hermes

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