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CDU-Parteivertreter keilen gegen die SPD und FDP-Kandidaten Springfeld

Das Bürgermeister-Getöse CDU-Parteivertreter keilen gegen die SPD und FDP-Kandidaten Springfeld

Es darf gekeilt werden: Gut eine Woche vor der Stichwahl hat vor allem die CDU alle Zurückhaltung aufgegeben und teilt nicht nur gegen den Kontrahenten des eigenen Bürgermeisterkandidaten Ralf Burmeister aus.

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Kurz vor der Stichwahl geben die Parteien ihre Zurückhaltung auf.

Quelle: dpa/Symbolbild

Springe. Auch die SPD, deren Wahlverlierer Volker Gniesmer den FDP-Bewerber Christian Springfeld massiv unterstützt, wird attackiert. Zuerst schickte die CDU ihre stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anette Henkels vor, die in den vergangenen Monaten kaum einmal öffentlich in Erscheinung getreten war: Sie durfte schimpfen, dass sich Springfeld plakativ dafür eingesetzt hatte, die IGS-Beschlüsse voranzutreiben, statt ein neues Rathaus planen und bauen zu lassen. Beides habe „nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun“, sagte Henkels per CDU-Internetseite: Die Einrichtung der IGS sei längst beschlossen, ein Rathaus-Anbau „eine völlig neue Baustelle“.

Nächster Aufschlag, eine Stufe höher: CDU-Fraktionschef Wilfred Nikolay setzte sich in den vergangenen Tagen gleich zweimal an den Schreibtisch. Erst bekam die SPD ihr Fett weg. Nikolay ärgert sich offenbar, dass deren Kandidat Volker Gniesmer sich jetzt in Artikeln, Anzeigen und auf seiner eigenen Facebook-Seite hinter Burmeister-Rivalen Springfeld stellt. Uwe Lampe wirbt als inzwischen parteiloser Ex-Sozialdemokrat ebenfalls offensiv für Springfeld.

Springfeld wiederum bringt Nikolay erst recht auf die Palme: „Eine Dreistigkeit“ sei es - der Wähler sei unwissend und der FDP-Kandidat manipuliere ihn: Der tue nämlich so, als ob er als Bürgermeister über alles Mögliche entscheiden könne, dabei sei doch der Rat der Herr im Haus, so Springfeld. Ein Bürgermeister müsse repräsentieren, mit anderen Kommunen und Verbänden verhandeln und vor allem die Verwaltung und dessen Mitarbeiter führen.

Auch Nikolay kommt irgendwann zum Rathaus. Und zum gleichen Schluss wie Burmeister: Ein Neubau sei nicht nur für die Mitarbeiter und eine effektivere Verwaltung gut: Er rechne sich irgendwann, weil man andere Gebäude nicht mehr brauche und so spare.

Burmeister hält sich bedeckt und wahrt damit die viel gerühmte Zurückhaltung im Wahlkampf. Springfeld bleibt ebenfalls leise, verweist auf einen bisher „fairen und offenen Wahlkampf“. Er bedaure, „dass es jetzt unter die Gürtellinie geht. Ich werde mich daran nicht beteiligen.“ Wer Nikolay kenne, „weiß, was man von solchen Aussagen zu halten hat“.

Von Christian Zett

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