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CDU will nun doch am Elcatraz festhalten

Eldagsen CDU will nun doch am Elcatraz festhalten

Knapp drei Jahre ist es her, dass Ortsbürgermeister Ralf Burmeister (CDU) öffentlich vorgeschlagen hat, das Jugendzentrum Elcatraz zu schließen. Jetzt kommt die 180-Grad-Wende: In der Ortsratssitzung am Dienstag wird die CDU-Fraktion einen „Antrag zur Weiternutzung des Jugendzentrums“ stellen.

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Eldagsen. „Das ist kein Sinneswandel“, unterstreicht Fraktionschef Karl-Heinrich Rohlf. Die Vorzeichen hätten sich verändert. Als Burmeister das Elcatraz für verzichtbar erklärte, standen alle Ortsräte im Stadtgebiet unter immensem finanziellen Druck: Es waren die Zeiten der XXL-Sparliste, mit der der städtische Haushalt konsolidiert werden sollte. Außerdem wurde die Einrichtung kaum genutzt: Lediglich drei bis fünf Kinder schauten pro Woche in den Räumen neben der Kirche vorbei. „Das können wir uns nicht leisten“, kritisierte Christdemokrat Burmeister damals. Zumal die zahlreichen Vereine im Ort eine hervorragende, qualifizierte Jugendarbeit leisten würden und sich die Mietkosten fürs Elcatraz auf rund 950 Euro pro Monat beziffern würden. Eine sofortige Kündigung schloss sich wegen der Laufzeit der Verträge jedoch aus.

Mittlerweile gebe es neue Erkenntnisse, erklärt Rohlf. Das Elcatraz sei in der Gunst der Jungen und Mädchen gestiegen („die Besucherzahlen sind jetzt gut“). Zudem benötigten die Wochenmarkt-Händler mittlerweile die öffentlichen Toiletten.

Die sanitären Anlagen und die Küche seien auch für den Weihnachtsmarkt und das Maifest unverzichtbar. „Das alles konnten wir vor drei oder vier Jahren noch gar nicht auf dem Schirm haben“, erinnert sich Rohlf an die Gespräche.

Derzeit finden in den Räumen außerdem Deutschkurse für Flüchtlinge statt. Auch das Spielmannscorps Eldagsen trainiert nach wie vor im Elcatraz. Die Musiker hatten wiederholt energisch vor einer Schließung des Treffs gewarnt, da ihnen kein alternativer Übungsort zur Verfügung stehen würde.

Die öffentliche Sitzung des Ortsrats Eldagsen-Mittelrode beginnt am Dienstag, 12. April, um 18.30 Uhr im Berggarten.

Von Marita Scheffler

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