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Das wollen die Parteien für Springe

Springe Das wollen die Parteien für Springe

Die Plakate hängen, die ersten Briefwahl-Kreuze sind gemacht: In neun Tagen wählen knapp 24 000 Springer ihren neuen Stadtrat. Der wird dann fünf Jahre lang über die Geschicke unserer Heimat bestimmen. Neun Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber buhlen um die 36 Sitze. Aber was wollen die eigentlich? Wir haben die Programme verglichen.

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Am 11. September wählen die Bürger nicht nur die Gemeinde- und Ortsräte, sondern auch die Regionsversammlung. dpa

Quelle: Carmen Jaspersen

Der Wohnungsbau

  • Die SPD setzt auf sozialen Wohnungsbau und generationsübergreifende Wohnformen. In allen Ortsteilen soll es weiterhin Bauplätze geben. Kostenloses öffentliches Funk-Internet soll die Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessern. Ein Leerstandskataster soll der Innenstadt helfen.
  • Die CDU will mehr bezahlbares Bauland und Wohnraum zur Verfügung stellen - mit neuen Baugebieten und der Nutzung von Baulücken. Der Plan: Mehr Leute anlocken - und die Abwanderung verhindern.
  • Die Grünen lehnen die Bebauung des Deisterkessels ab und wollen die Wohnentwicklung auf die Kernstadt, Eldagsen, Bennigsen und Völksen konzentrieren. In den kleinen Ortsteilen soll es nur Lückenschlüsse geben.
  • Die Freie Wählergemeinschaft will die Straßenausbaubeiträge abschaffen und künftig über die Grundsteuer finanzieren.
  • Die FDP fordert mehr Bauplätze, ein Stadtentwicklungskonzept und die Reform der Straßenausbaubeiträge.
  • Die Linke will mehr sozialen Wohnungsbau und die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge.
  • Die AfD setzt sich ein für flexiblere Öffnungszeiten, um die Stadt zu stärken, und verweist auf Einzelhändler, die grundsätzlich mittags und mittwochs am Nachmittag schließen. Außerdem wolle man das Krankenhaus zurück und die Straßenausbaubeiträge abschaffen.
  • Die Allianz Bürgerwille will sich ebenfalls für die Wiedereröffnung des Klinikums zur Stärkung des Wohnstandorts einsetzen, räumt aber ein, man werde „einen langen Atem brauchen“.
  • Uwe Lampe lehnt eine Bebauung des Deisterkessels ab. In der Kernstadt müsse man verstärkt Mehrfamilienhäuser bauen.
  • Sabine Schiepanski fordert die Konzentration auf sozialen Wohnungsbau für sozial Schwache.

Springe.

Die Bildung

  • Die SPD will Schulen und Sporthallen modernisieren, Stadtbibliothek und Museum weiterentwickeln und ein Bildungsnetzwerk etablieren.
  • Die CDU sieht einen digitalen Nachholbedarf in den Schulen - gerade mit Blick auf die sich verändernde Arbeitswelt.
  • Die Grünen wollen das Schulstruktur-Gutachten umsetzen, das die Stadt vor einiger Zeit präsentiert hatte. Vorstellbar sei eine Stadtküche, die Schulen und Behörden versorgen könnte.
  • Die Freie Wählergemeinschaft unterstützt den „Bau zukunftssicherer Schulstandorte“ - etwa in Bennigsen.
  • Die FDP setzt auf die Verbesserung der Ausstattung an städtischen Schulen.
  • Die Linke will kostenlose Schulbücher anbieten, um die Eltern zu entlasten.
  • Die AfD will die Grundschulen in den Orten erhalten, auch Ges-torf.
  • Die Allianz Bürgerwille will den Bildungsstandort Springe besser bewerben und festlegen, dass die IGS ohne Oberstufe bleibt.
  • Uwe Lampe will die Abwanderung von Schülern aus Springe stoppen, indem die heimischen Schulen attraktiver werden.
  • Sabine Schiepanski schließt sich einer zuletzt gescheiterten SPD-Forderung an: Sie will, dass die Stadt die Kosten für Bücher und Lehrmaterial übernimmt.

Umwelt und Verkehr

  • Die SPD will weiter gegen Raser an Ortsausgängen kämpfen und gefährliche Stellen mit Ampeln entschärfen. An Radparkplätzen an den Bahnhöfen sollen Solarpanels installiert werden. Öffentliche Gebäude sollen energetisch saniert werden.
  • Die CDU will Modelle wie den Bürgerbus und Mitfahrerbänke auch für Springe prüfen. Den Bahnhof Deisterpforte will man „konstruktiv und kritisch“ begleiten.
  • Die Grünen setzen sich ein für den weiteren barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen, für mehr Nahverkehr zwischen den Ortsteilen mit kleinen Bussen, für ein Radwegkonzept für alle Ortsteile und für das Thema Carsharing.
  • Die Freie Wählergemeinschaft lehnt den Bahnhof Deisterpforte ab. Eher sollten die Ortsteile besser an die Bahntrasse angeschlossen werden, etwa per Bus zwischen Eldagsen und Völksen.
  • Die FDP will den Ausbau der Windenergie stoppen - zumindest sollen die Gemeinden vorher zustimmen.
  • Die Linken setzen sich für den 20-Minuten-Takt der S-Bahn, die bienenfreundliche Bewirtschaftung städtischer Flächen und die Renaturierung des Hüpeder Baches ein.
  • Die AfD lehnt den Windpark bei Lüdersen „aus ökonomischen, ökologischen und gesundheitspolitischen Gründen“ ab.
  • Die Allianz Bürgerwille spricht sich gegen den Bahnhof Deisterpforte aus und gegen weitere Windparks.
  • Uwe Lampe will statt des neuen Kernstadt-Bahnhofs die Bewohner der Ortsteile besser an die Schienen anbinden.
  • Sabine Schiepanski will Kurzfahrtickets ausweiten und so auch kleine Dörfer besser an die Zentren anschließen.
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