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Deister-Wahrzeichen liegt seit einem halben Jahr in der Werkstatt

Springe Deister-Wahrzeichen liegt seit einem halben Jahr in der Werkstatt

Der Taternpfahl ist eines der Wahrzeichen des Deisters. Doch seit einiger Zeit ist das Denkmal verschwunden. Die gute Nachricht: Weder Vandalen noch Diebe haben dem Pfahl zugesetzt - er ist in Obhut der Stadt. „Er war so verwittert, dass die Gefahr bestand, dass Feuchtigkeit eindringt und das Holz fault“, berichtet Förster Bernd Gallas.

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In Obhut der Stadt: Der Taternpfahl (hier eine Aufnahme aus dem Dezember 2009) soll aufgearbeitet werden.Titus Kolbe

Springe. Vor einem guten halben Jahr habe man den Pfahl deshalb eingelagert. Seitdem bestehe in der Stadtforst jedoch ein „großes Personalproblem“, sagt Gallas. Deshalb habe man es noch nicht geschafft, den Taternpfahl aufzuarbeiten. „Er soll da aber in jedem Fall wieder hin.“ Eingeweiht wurde der Taternpfahl im Juli 1962. Geschaffen hat ihn der Springer Bildhauermeister Helmut Benna.

Laut der nebenstehenden Infotafel beruht der Pfahl auf einem 1635 erstmals an der Grenze zwischen Springe und Wennigsen geschaffenen Taternplatz. Dort mussten reisende Gruppen wie Sinti und Roma (damals die „Tatern“) drei Tage warten, bevor sie von einem Reiter in den Ort begleitet wurden. In Springe campierten sie dann auf dem Tivoli, wo sie Geld durch Wahrsagen oder Kesselflicken verdienten. Nach drei Tagen mussten sie in Richtung Hameln weiterreisen.

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