Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Der Musiklehrer war schuld

Springe Der Musiklehrer war schuld

„Das ist definitiv ein Freundschaftsding“, erklärt Lukas Wildhagen die Gründung der Band Meute Royal. Die Liebe zur Musik, die Freundschaft untereinander - daraus entstand 2014 eine Band, die es vermutlich ohne den Lehrer Andreas Segger vom Otto-Hahn-Gymnasium in Springe nicht geben würde.

Voriger Artikel
Spurensuche bis Mitternacht
Nächster Artikel
Der Freitagabend gehört den Jedermännern

Bandfoto vor dem Ihme-Zentrum: Meute Royal. Foto: Jan Duijnisveld

Springe. Springe/Hannover. Segger, Musiklehrer und gleichzeitig Posaunist der Hannoverschen Ska-Punk-Band Wisecräcker, brachte Wildhagen die Musikrichtung schon zu Schulzeiten näher. „Wir wollten uns seine Band einfach mal live anhören.“ Der Mix aus Gitarren, Blech- und Holzblasinstrumenten brachte die Schulfreunde schließlich auf die Idee, den Sound auch irgendwann selbst zu produzieren. „Ska-Punk ist vielfältiger als klassischer Punk, man kann dazu auch besser tanzen“, ist Wildhagen, der in Lüdersen aufgewachsen ist, überzeugt.

Von der Idee bis zur Band vergingen aber einige Jahre, bis dahin besuchten Wildhagen und Baße, der in Eldagsen aufwuchs, viele Konzerte von Bands wie Sondaschule, Talco und Ska-P. Im Oktober 2014 stand dann eine bunte Truppe, die einen Probenraum und einen Bandnamen suchte. Zur Band gehörten neben Sänger Till Baße, Bassist Maxi Schmidt aus Springe, der Posaunist Daniel Hientzsch, Schlagzeuger Germañ Barranco, Bela Lehnhardt, Trompeter aus Springe und Jan Heuser aus Hannover am Saxofon sowie Wildhagen an der Gitarre.

Lehnhardt verließ die Band wenige Monate später, als die Wisecräcker Nachwuchs an der Trompete suchten. Die Freundschaft aber blieb - genau wie zu den Wisecräckern selbst, mit denen Meute Royal auch schon auf der Bühne stand, unter anderem als Vorband in einem kleinen Berliner Club. „Unsere EP-Release-Party ist unser 14. Auftritt“, erklärt Wildhagen. In zweieinhalb Jahren standen die sechs schon im Kulturzentrum Faust, bei Chéz Heinz und im Musikzentrum in Hannover auf der Bühne. „Die Glocksee fehlt noch.“

Ihre politische Meinung - gegen Rassismus, Homophobie und für Flüchtlinge - stellen sie nicht in den Mittelpunkt, aber in den Texten schwingt oft Politik mit. Zum Beispiel, wenn es bei „Liebe Linden“ heißt: „Nazis aus der Nordstadt jagen“ oder sich das Lied „Festung“ um den Umgang mit Flüchtlinge an den europäischen Grenzen dreht. Songschreiber ist hauptsächlich Wildhagen. „Aber die Band hat ein Vetorecht. Ein Lied wurde auch schon komplett verworfen“, erklärt er.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.