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Der Sängerfrieden auf dem Hermannshof

Völksen Der Sängerfrieden auf dem Hermannshof

„Das ist das absolute Kontrastprogramm zum Vorabend“, sagt Hermannshof-Chef Eckhart Liss. Nach der avantgardistischen Toncollage von Eckhart Beinke am Sonnabend fluteten am Sonntagnachmittag Hunderte von Chorsängerinnen und -sängern aus der ganzen Region den Garten rund ums Haus im Park.

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Das große Chortreffen auf dem Hermannshof – inszeniert von Wolfgang Würriehausen. Foto: Huppert

Völksen. „Wir wollen damit wieder einmal Breiten- und Spitzenkultur zusammenbringen“, erklärt Projektleiter Wolfgang Würriehausen, der das große Chortreffen auf dem Hermannshof inszeniert hatte.

„Das ist ein krönender Abschluss unseres Kultursommers, der ja diesmal ganz unter dem Motto 100 Jahre Tee-Pavillon stand“, sagte Liss. Bei herrlichem Spätsommerwetter genoss das Publikum nicht nur die Picknick-Atmosphäre, sondern konnte auch zahlreiche Chöre an verschiedenen Stationen im weitläufigen Park erleben.

So war etwa neben dem Kirchenchor Gestorf auch die von Tamara Gliserin geleitete Springer Singgemeinschaft gekommen, und Nicoletta Ion dirigierte mit Leidenschaft und Kompetenz den gleich aus vielen Chören der Region zusammengesetzten Männer-Projektchor.

„Unsere fast 100 Sänger kommen aus Völksen, Pattensen, Gleidingen, der Wedemark, vom Silcherbund, aus Elze und Mellendorf, Misburg und dem Niedersachsen-Chor“, so Jürgen Peter vom Kreischorverband Hannover. Dass das allgemein beklagte Chorsterben an diesem Sonntagnachmittag zumindest einen Moment lang innehielt, davon war auch der 55-jährige Völksener Ortsbürgermeister Andreas Wietstock überzeugt. „Die lokale Anbindung ist für uns ganz wichtig“, so Eckhart Liss. „Deshalb hat auch die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur dieses Projekt gefördert. In dieser Form und Größe ist das Sängerfest für uns eine gelungene Premiere. Über Weiterungen denken wir nach.“

Ode an die Freude

Nach den Einzelauftritten versammelten sich die Bläser, die Cellisten um die Springer Musikschullehrerin Monika Herrmann und die Chöre rund um das Geburtstagskind, den hundertjährigen Jugendstil-Tee-Pavillon. „Das Lusthäuschen“, so Bürgermeister Christian Springfeld, der mit seinen beiden Söhnen Anton und Emil gekommen war, und eine kurze Begrüßungsrede hielt, ehe mit „Ode an die Freude“ das ausgiebige Open-Air-Gemeinschaftskonzert begann.

Über den Park klangen das „Ännchen von Tharau“ und Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz und suche Freud“ ebenso wie zahlreiche andere stimmungsvolle Lieder. „Einfach schön“, kommentierte eine begeisterte Chorsängerin das Geschehen ergriffen.

Von Christoph Huppert

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