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Springe Deutschland schaut auf Springe

Zwei Wochen lang stand die Stadt Springe im Interesse deutscher Medien. Denn Dragqueen Olivia Jones, in Springe aufgewachsen, ist Teilnehmerin im RTL-Dschungelcamp. In den meisten Zeitungen und Zeitschriften wird Springe positiv erwähnt.

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Olivia Jones muss im Dschungelcamp viele Prüfungen bestehen.

Quelle: RTL

Springe. Von wegen Kleinstadt mit biederem Image: Seitdem Oliver Knöbel alias Olivia Jones bei der RTL-Sendung „Ich bin ein Star“ mitwirkt, überschlagen sich die Medien. Knöbel verbrachte die ersten 20 Jahre seines Lebens in Springe. So schreibt die Berliner Morgenpost: Vor Olivia Jones sei Springe seit dem Mittelalter lediglich dafür bekannt gewesen, dass dort der Fluss Haller entspringe. „1989 dann ging Oliver Knöbel mit 20 Jahren nach Hamburg, ein paar Jahre später hatte dann auch Springe seinen Prominenten.“ „Das beste am Norden ist meine Schule“, wird Jones in der Zeitung Die Welt zitiert. Spiegel Online geht näher darauf ein, wie Oliver schon früh den Hang hatte, lieber Olivia zu sein und wie er mit 15 Jahren anfing, im „Transen-Fummel“ zur Schule zu gehen. Zitat von Jones: „Die Mitschüler fanden das klasse. Nur die Eltern hatten damit ein Problem und beschwerten sich beim Direktor.“

Die Zeitschrift Gala erwähnt zwar: „Aus dem kleinstädtischen Springe wollte er so bald wie möglich den Absprung schaffen.“ Doch es ging ihm in Springe gut. Denn über die Mutter schreibt Gala: „Jeden Tag fuhr die vermögende Gastwirtstochter mit der Modelausstrahlung ihren Augapfel im Mercedes zur Schule. Nachmittags wartete in der Knöbel’schen Villa nahe des Waldes ein eigenes Schwimmbad auf Oliver. Und wenn er mal wieder beim Rektor vorsprechen musste, weil er in Frauenkleidern zum Unterricht erschienen war, kreuzte einfach die attraktive Mama auf und bezirzte den Schulleiter.“

Knöbel war früher unscheinbar

Die Springer drücken Olivia Jones die Daumen. Wenngleich sie die heute schlagfertige Zwei-Meter-Ikone nicht nur äußerlich anders in Erinnerung haben. Realschullehrer Hans-Otto Janus unterrichtete Oliver Knöbel in den achtziger Jahren in den Fächern Deutsch und Sport. „Er war ein sehr ruhiger und guter Schüler“, sagt Janus. „Außerdem war er sehr gut erzogen.“ Janus kann sich nicht daran erinnern, dass Knöbel in Frauenkleidern zur Schule kam oder sich im Unterricht die Nägel lackierte. „Das muss später gewesen sein“, sagt der Lehrer. Eine Kunstlehrerin aus Völksen, die namentlich nicht genannt werden möchte, kann sich an ihren einstigen Schüler indes nicht mehr erinnern. „Ich habe in den vergangenen Tagen immer wieder gegrübelt“, sagt sie. Sie könne nicht ausschließen, dass Knöbel völlig unscheinbar auf der Schulbank saß.

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