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Die Kerzenkleber arbeiten auch mal mit Druck

Springe Die Kerzenkleber arbeiten auch mal mit Druck

Besinnlich und meditativ geht es zuweilen zu, als die elf Kinder und Jugendlichen kurz vor dem Osterfest ihre Kerzen verzieren. Dabei geht es vor allem um die Bedeutung christlicher Symbole, die auf den Wachskörpern ihren Platz finden.

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Christoph Straeter (links) leitet die Kinder beim Basteln an.

Quelle: Szabo

Springe. Christoph Straeter führt durch den Raum, in dem elf Kinder und Jugendliche konzentriert an den Tischen sitzen und mit farbigen, aus Wachsplatten ausgeschnittenen Symbolen ihre eigenen Kerzen verzieren. Traditionell wird am Sonnabend vor dem Palmsonntag in Christ-König gebastelt: Mit Wachs und Papier und viel Herz entstehen Osterkerzen für die Karwoche. Gefertigt werden diese in Handarbeit – von vielen jungen Gemeindemitgliedern.

Ein Symbol mit Bedeutung

Die Osterkerze ist für viele Christen ein wichtiges Symbol, welches in übertragener Bedeutung für das Leben steht. Die Flamme versinnbildlicht die Auferstehung und das „Licht der Hoffnung“. Oft werden die Kerzen mit weiteren Symbolen verziert. Straeter erläutert einige: Die Taube etwa ist ein Hinweis auf den Heiligen Geist. Trauben und Ähren weisen auf die Passion Christi hin. Sie „symbolisieren auch das Abendmahl mit Wein und Brot“, erklärt Straeter. Der Fisch spielte insbesondere in den Anfängen des Christentums eine wichtige Rolle und diente als Erkennungszeichen früher Christen. Auch ist er ein Hinweis auf das Abendmahl. Und das Kreuz – zu Ostern meist mit fünf Punkten, den Stigmata, bestückt – soll an das Leiden Jesu erinnern.

„Man muss dolle draufdrücken“

Die Kerzen basteln die Kinder für sich oder als Geschenk. Joschua gestaltet nicht nur eine, sondern gleich zwei. Verschenken möchte er keine: „Alle beide sind für mich, aber ich werde sie in die Küche stellen“, sagt er resolut. Vorsichtig hantieren die Kinder mit den scharfen Messern und kleben die Wachsplatten behutsam auf die Kerzen. „Man muss ganz dolle draufdrücken, sonst fällt es ab“, sagt die neunjährige Franziska und erklärt die fachgerechte Gestaltung.

Warme Hände sind hilfreich

Die Motive und Symbole werden aus Papier ausgeschnitten. Die so entstandene Schablone wird auf eine Wachsplatte gelegt. Um den Tisch nicht zu beschädigen, ist eine Unterlage empfehlenswert. Anschließend werden die Wachsplatten mit einem kleinen scharfen Messer oder einem Bastelskalpell um die Schablone herum ausgeschnitten. Ist das Motiv fertig, wird es vorsichtig aus der Wachsplatte gelöst und an der gewünschten Stelle auf der Kerze angebracht. Warme Hände sind bei der Gestaltung hilfreich, damit das Wachsmotiv geschmeidig wird und leichter an der Kerze klebt.

Ruhe, Besinnung, Meditation

Den Raum erfüllt während der Arbeitszeit eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Die Gestaltung hat dabei etwas Meditatives. Die Besonnenheit überträgt sich sogleich auf die gesamte Gruppe. Jede Kerze sieht am Ende etwas anders aus: Einige Werke ertrinken regelrecht in der Fülle unterschiedlicher Symbole. Stets begleitet von der Frage: „Was kann ich noch draufmachen?“

Von Patricia Szabo

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