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Die Springer Tafel sucht Helfer

Springe Die Springer Tafel sucht Helfer

Fast zehn Jahre nach der Gründung ist die Springer Tafellängst zu einer festen Institution im sozialen Netz der Stadt geworden. Viele ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass Lebensmittel, die in den Supermärkten in die Nähe des Verfallsdatums kommen, nicht in der Tonne landen.

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Der Tafel-Vorsitzende Uwe Lampe (von links), Vorstandsmitglied Anke Albert, Tafel-Mitarbeiterin Sigrid Feddel und Vize-Chef Reinhard Wolff servierten den Besuchern zum Tag der offenen Tür nach dem Gruppenfoto ein gemeinsames Mittagessen. FOTO: VOIGTMANN

Springe. Stattdessen werden sie an diejenigen verteilt, die selber zu wenig Geld für den Einkauf haben. Erstmals warb die Tafel am Wochenende mit einem Tag der offenen Tür für ihre Arbeit. Zweimal in der Woche können die Kunden der Tafel an der Jägerallee Lebensmittel abholen. Uwe Lampe, erster Vorsitzender, macht deutlich, dass aus den anfangs knapp 200 Bedarfsgemeinschaften im Computer der Tafel inzwischen 1100 geworden seien - von denen allerdings nicht mehr alle zu den Öffnungszeiten der Tafel zum Einkaufen kommen. „Eine Bedarfsgemeinschaft ist eine Familie, die aus mehreren Personen besteht. Wöchentlich wird bei uns derzeit für knapp 2000 Personen eingekauft“, erklärte Lampe.

60 Familien, die regelmäßig zur Tafel kommen, seien in den letzten Jahren als Flüchtlinge nach Springe gekommen. „Alle, die hierher kommen, müssen verstehen, dass wir nur verteilen können, was uns überlassen wurde und dass wir alle diese Arbeit ehrenamtlich machen“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Wolff.

Schon zu Beginn hatte die Tafel zwischen 30 und 40 ehrenamtliche Helfer, die die angelieferten Waren sichten, sortieren und zu den festgelegten Zeiten dienstags und freitags von 15 bis 17.30 Uhr an die bezugsberechtigten Kunden ausgeben. Der Tag der offenen Tür, so Lampe, sei unter anderem dazu da, um weitere Helfer und Mitglieder für die Tafel zu gewinnen. Mitglied kann man für einen Jahresbeitrag von 30 Euro werden. Wer als Helfer bereit ist, drei oder mehr Stunden pro Woche mitzuarbeiten, ist bei der Tafel willkommen. Derzeit hat die Tafel zwei Mitarbeiter, die Bundesfreiwilligendienst leisten und die „eine große Hilfe“ seien, so Wolff. Für den Tag der offenen Tür hat das Rote Kreuz Zelte aufgebaut und Sitzgelegenheiten geschaffen. „Man konnte ja nicht wissen, dass heute so gutes Wetter ist“, sagte Lampe. Für Stimmung sorgten die Hallerschipper mit ihrem Gesang. Für Kinder gab es Pferde zum Streicheln.

Von Ralf T. Mischer

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