Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Die Stadt plant eine Stellenoffensive

Springe Die Stadt plant eine Stellenoffensive

Die Verwaltung versichert, dass neue Arbeitsplätze nur nach Bedarf geschaffen werden. Die Politik verlangt allerdings einen Überblick über die Stellen.

Voriger Artikel
Handy weg im Straßenverkehr
Nächster Artikel
Trends und Angebote locken zur Schau

Bürgermeister Christian Springfeld

Quelle: Foto: Archiv

Springe. Springe. Schlechte Arbeitsbedingungen, zu wenig Personal, überdies gehen schon bald viele Mitarbeiter in den Ruhestand: Die kommunale Verwaltung ist nicht eben bestens aufgestellt. Die Politik steuert jetzt dagegen - etwa mit einer Personaloffensive im Baufachbereich. Doch die sorgt im Rat auch für Stirnrunzeln: Wo werden nun überhaupt welche Stellen geschaffen?

Im Rathaus indes zeigt sich Springes Chef-Verwalter Gerd-Dieter Walter erfreut vom Sinneswandel der Politik. Er geht davon aus, dass ein Gutachten der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (Kgst) zur Neuorientierung der Parteien in Sachen Personal beigetragen hat. Die Experten kamen darin zu dem Ergebnis, dass Springes Stadtverwaltung personell unterbesetzt ist.

Zwischen 280 und 290 Mitarbeiter sind aktuell bei der Kommune beschäftigt - aufgrund saisonbedingter Anstellungen schwankt die Zahl im Jahresverlauf. Richtig eng wird es laut Walter ab dem Jahr 2020 besonders in der Führungsriege der Fachdienste - wenn die Stadt nicht gegensteuert. Nicht zuletzt, weil sich wegen der Möglichkeiten des Vorruhestandes noch gar nicht wirklich abschätzen lässt, ob die Lücke möglicherweise noch größer wird.

In manchen Fachdiensten hat der Rat schon grünes Licht dafür gegeben, dass dem bisherigen Stelleninhaber eine neue Kraft zur Seite gestellt wird, damit die lernen kann, wie’s geht. Walter: „Es gibt Positionen, die einer umfangreichen Einarbeitung bedürfen.“ Trotz der Einstellungsoffensive ist dafür aber nicht in jedem Bereich das Geld da. In dem Fall hofft Walter auf eine neue Software, mit deren Hilfe neue Mitarbeiter besser auf ihre Aufgaben vorbereitet werden können.

Klar ist aber, dass die Verwaltung vor großen Umbrüchen steht. Und da möchte die Politik gern auf dem Laufenden bleiben. Deshalb haben CDU und SPD sich gemeinsam dafür starkgemacht, dass die Personalplaner ein Organigramm, also einen umfassenden Überblick aller Stellen, anfertigen. Darauf soll die Politik ablesen können, welche Planstellen es gibt, welche Aufgaben ihnen zugeordnet sind - und was sie die Stadt kosten. Auch Stellen, die entfallen können, sollen aufgelistet werden. Dem Wunsch möchte Walter nachkommen, betont aber, dass die Verwaltung die neuen Möglichkeiten zur Personalrekrutierung nicht überstrapazieren werde. „Wir besetzen Stellen nach sachlicher Notwendigkeit“, versichert er.

Bürgermeister Christian Springfeld kann sich vorstellen, dass zwei Versionen des Organigramms angefertigt werden: eine für die Öffentlichkeit, aus der keine Rückschlüsse auf Mitarbeiter-Daten gezogen werden können, und eine für die interne Nutzung.

VonRalf T.Mischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.