Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Die zwölf Ortsfeuerwehren mussten häufiger ausrücken

Springe Die zwölf Ortsfeuerwehren mussten häufiger ausrücken

Viel zu tun für die Brandbekämpfer: Im vergangenen Jahr wurden die zwölf Ortsfeuerwehren zu 207 Einsätzen gerufen. Das sind 50 mehr als im Jahr 2014.

Voriger Artikel
Der Rathaus-Jäger
Nächster Artikel
Ralf Burmeister will für Neubau kämpfen

In Flammen: Einsatzkräfte löschen eine Wohnbaracke auf dem Gelände des Reiterhofes an der Coppenbrügger Straße in Eldagsen.Archiv

Springe. Viel zu tun für die Brandbekämpfer: Im vergangenen Jahr wurden die zwölf Ortsfeuerwehren zu 207 Einsätzen gerufen. Das sind 50 mehr als im Jahr 2014. Feuerwehrsprecher Torsten Baxmann wertet das aber noch „als völlig normale Schwankung“.

76 Mal rückten die Ehrenamtlichen aus, weil es tatsächlich gebrannt hat oder weil ein Brandmelder Alarm gab. Der größte Teil der Einsätze waren technische Hilfeleistungen aller Art, dazu zählen auch Unfälle. 124 Mal rückten die Wehren dafür aus. Sieben Mal retteten sie Tiere aus einer Notlage.

Bereits am 28. Januar rückten die Ehrenamtlichen zu einer brennenden Wohnbaracke auf dem Gelände eines Reiterhofes an der Coppenbrügger Straße in Eldagsen aus. Darauf folgte am 17. Juli der Brand an einem Wohngebäude in Altenhagen I.

Der Wechselrichter einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Otto-Hahn-Gymnasiums brannte am ersten Oktober. Zwei Wochen später kämpften die Feuerwehren gegen die Flammen, die ihnen vom Dachstuhl eines Wohn- und Wirtschaftsgebäudes auf einem ehemaligen Bauernhof in Alferde entgegenschlugen.

Auch bei den technischen Hilfeleistungen und Tierrettungen gab es einige, nicht ganz alltägliche Einsätze. Etwa am 20. April: Da mussten die Ehrenamtlichen ein Pferd retten, das am Feldweg „In der Ellern“ in einen Graben gestürzt war und sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Und im September hatten die Einsatzkräfte sogar mit einer Kornnatter zu kämpfen, die ihrem Besitzer in Altenhagen I entwischt war. Das Tier ist aber ungiftig und mehr oder weniger harmlos. Es wurde von den Rettern in eine Auffangstation für exotische Tiere gebracht.

Tatsächlich giftig war hingegen das Wasserstoffperoxid, das im April aus einem Gebinde in der Wolfstalstraße ausgelaufen war. Die Flüssigverbindung wirkt stark ätzend auf die Haut und die Bronchien. Die Einsatzkräfte entsorgten die Chemikalie unter Atemschutz.

Einen großen Anteil der technischen Hilfeleistungseinsätze stellt das Meldebild „hilflose Person hinter verschlossener Tür“: Es gibt einen Notfall in einer Wohnung, und der Betroffene ist nicht in der Lage, die Tür selbst zu öffnen. Hier sind die Einsatzkräfte gefordert, die Türen mit Spezialgerät zu öffnen, damit der Zugang zum Patienten ermöglicht wird. „Dieses Einsatzszenario zieht sich mittlerweile durch alle Ortsteile“, sagt Baxmann. Weist aber darauf hin, dass die Feuerwehren generell nur bei „Gefahr in Verzug“ helfen dürfen. „Wir sind kein Ersatz für den Schlüsselnotdienst.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.