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Dieb: Sohn hat mich überredet

Springe Dieb: Sohn hat mich überredet

Weil ein 36-jähriger Familienvater aus Barsinghausen eine „Schwalbe“, ein Kleinkraftrad mit DDR-Vergangenheit, von einem Parkplatz an der L 460 kurz vor Bennigsen gestohlen hat, musste er sich vor dem Springer Amtsgericht verantworten. Die Strafrichterin verurteilte den vielfach vorbestraften Mann zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Zudem muss er 1000 Euro an die Landeskasse zahlen.

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Vier Monate Haft auf Bewährung, 1000 Euro Strafe: Ein mehrfach Vorbestrafter musste sich in Springe vor dem Amtsgericht wegen des Diebstahls eines Mopeds der Marke "Schwalbe" verantworten.

Quelle: Archiv

Springe. Sein Sohn habe ihn zu der Tat angestiftet, berichtete der Familienvater. Der sei kriminell und habe nach einem langen Heimaufenthalt zeitweise wieder bei ihm, seiner Frau und zwei weiteren Kindern gelebt. Als die ganze Familie vor rund einem Jahr einen Ausflug nach Hildesheim unternahm, war Vater und Sohn die gelbe „Schwalbe“ auf dem Parkplatz westlich von Bennigsen bereits auf dem Hinweg ins Auge gesprungen. Als das Kleinkraftrad auf der Rücktour immer noch dort stand, war die Versuchung offenbar zu groß. „Ich habe mich von meinem Sohn überreden lassen, sie ins Auto einzuladen“, erzählte der Familienvater.

Die „Schwalbe“ sei mit einer Kette um einen Reifen gesichert gewesen. Zu Hause haben Vater und Sohn das Fahrzeug in die Garage gestellt. Der junge Mann habe dann auch die Identifikationsnummer von dem Kleinroller entfernt. Er war eigentlich als Zeuge vor Gericht geladen, blieb der Verhandlung allerdings fern.

Der Vater zeigte sich vor Gericht nun reuig. „Es tut mit total leid“, sagte er auch gegenüber dem 20-jährigen Eigentümer des Rollers. Und bot an, bei einer möglichen Reparatur der „Schwalbe“ zu helfen, sollte sie wegen des Diebstahls Schaden davongetragen haben. Der junge Eigentümer verzichtete auf die Hilfe, nahm aber die Entschuldigung an. Ärgerlich sei allerdings die Entfernung der Identifikationsnummer, erklärte er vor Gericht. Damit habe die „Schwalbe“ stark an Wert verloren. Weil der Angeklagte die Kennnummer abgekratzt hatte, musste er sich eigentlich auch wegen Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Doch die vorsitzende Richterin stellte diesen Anklagepunkt mit Blick auf den Diebstahl ein.

Einbezogen in die viermonatige Bewährungsstrafe wegen gemeinschaftlichen Diebstahls hat das Gericht eine Verurteilung des Angeklagten wegen Hehlerei. Diese Tat, die nach dem Klau der „Schwalbe“ geschah, lastete der Vater ebenfalls seinem Sohn an. Der habe ihn auch darin verwickelt, klagte er. Er wünsche sich, dass die Probleme, die der Sohn ihm und der Familie bereite, bald gelöst seien, so der Vater. Wo sich der 18-Jährige aufhalte, wisse er nicht.

Annegret Brinkmann-Thies

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