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Doch Container auf Sportplatz?

Springe Doch Container auf Sportplatz?

Nach der einjährigen Verzögerung wegen der Standortdebatte befindet sich das Schulzentrum Nord mit Gesamt- und Realschule mitten in der nächsten Diskussion. Die Frage: Soll die Raumnot mit Containern oder einem Umzug in die Hauptschule gelöst werden? Die Zeit läuft - und die IGS leidet unter den anhaltenden Verzögerungen.

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Quelle: Archiv

Springe. Eigentlich waren sich Stadt und Schule einig: Container auf dem Gelände des Schulzentrums Nord - das geht nicht. Es ist kein Platz da, hieß es. Trotzdem ist die Variante seit ein paar Tagen wieder auf dem Tisch. Eltern hatten den Wunsch geäußert. Und waren bei Teilen der Ratsmitglieder auf offene Ohren gestoßen. Als Standort machten die Initiatoren den kleineren Sportplatz auf dem Schulgelände aus. Sie zauberten auch gleich ein vermeintlich günstiges Angebot aus dem Hut.

Die Stadt rechnete das Donnerstagmorgen noch durch. Abends im Verwaltungsausschuss präsentierte Rathauschef Gerd-Dieter Walter das Ergebnis. Demnach liegen dem Angebot falsche Daten zugrunde, unter anderem in Sachen Raumbedarf: Dort sei von zu kleinen Klassenzimmern ausgegangen worden. In Wahrheit, so Walter, sei die Containerlösung also deutlich teurer.

Schulintern gehen die Bedenken offenbar noch weiter. Die Unterrichtsatmosphäre sei in den provisorischen Räumen deutlich schlechter, fürchten Pädagogen. Dazu kommt: Noch ist offenbar unklar, wie viele Container tatsächlich auf das Gelände passen. In den kommenden Jahren fehlen für die wachsende IGS mindestens elf Räume für den Unterricht und noch mehr für Angebote wie den Schulsanitäter oder die Berufsberatung. Je nachdem, wie viele Klassen die kommenden Jahrgänge haben, steigt der Bedarf.

Sollte tatsächlich der Sportplatz als Standort genutzt werden, müsste auch geklärt werden, wie sein Wegfall ausgeglichen würde und wie teuer die anschließende Wiederherstellung wäre.

Die Zeit läuft. Walter teilte Donnerstagabend dem nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss mit, die Container müssten in den kommenden zwei Wochen bestellt werden, damit sie rechtzeitig zum Sommer da seien. Auch beim Plan B, der momentan offenbar den Umzug der Realschüler in die Hauptschul-Türme am Ebersberg vorsieht, brauche man Vorlauf: Dort sollen neue Fluchttreppen entstehen. In jedem Fall will die IGS Sicherheit haben: Dort häufen sich die Anfragen von verunsicherten Eltern.

Von Christian Zett

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