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Dorfkulturerbe-Dorfladen zieht positive Bilanz

Altenhagen I. Dorfkulturerbe-Dorfladen zieht positive Bilanz

Die Kunden nehmen ihn gut an: Der Dorfkulturerbe-Dorfladen in Altenhagen I zieht nach zehn Monaten eine positive Bilanz. Im vergangenen Jahr wurde er sogar mit einem Preis im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet.

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Vorstandsmitglied Andreas Baenisch zeigt die selbst gemachte Erdbeermarmelade, die im Dorfladen verkauft wird. 

Quelle: Schüller

Altenhagen I. Eigentlich hat der Dorfkulturerbe-Dorfladen seit einer Dreiviertelstunde geschlossen - eigentlich. In den vergangenen 45 Minuten sind allerdings noch drei Kunden vorbeigekommen, haben Brot, Eier und Obst gekauft. „Das kommt häufiger vor“, sagt Andreas Baenisch, Vorstandsmitglied der Genossenschaft, und lächelt. Alles kein Problem, denn solange noch jemand vor Ort ist, bleibt die Tür unverschlossen - selbst wenn die Öffnungszeit vorbei ist. „Das ist irgendwie ja auch, was den Charme des Dorfladens ausmacht“, sagt Baenisch. „Es soll ja unkompliziert und familiär sein.“ Und dass dieses Konzept aufzugehen scheint, zeigt sich in einer ersten Bilanz der Genossenschaft nach zehn Monaten.

In einer Zeit, in der kleine Dörfer um ihre Zukunft bangen, weil zumeist Einkaufsmöglichkeiten vor Ort fehlen und die Verkehrsanbindungen schlecht sind, hat das Altenhägener Dorfkulturerbe eine Einrichtung geschaffen, die im vergangenen Jahr sogar von dem Regionswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit einem Sonderpreis bedacht wurde. Aber Auszeichnung hin oder her - was den Erfolg des Dorfladens verdeutlicht, sind Zahlen. Und die sprechen für sich.

Der Umsatz liegt gut zehn Prozent über den Erwartungen der Genossenschaft, die Verantwortlichen konnten sogar neue Investitionen tätigen, die komplett aus eigenen Mitteln finanziert wurden. Eine dieser Investitionen ist der Einbau der Gaube im Dachstuhl des Dorfkulturerbe-Gebäudes.

Sie war nötig, um im oberen Bereich des Hauses zum einen das Café betreiben zu können, aber zum anderen auch um den Raum für Vereinstreffen oder Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Ohne die Öffnung des Dachs und den Einbau der Gaube sowie die Schaffung eines Fluchtwegs wäre das nicht möglich gewesen. „Wir mussten aus Brandschutzgründen umbauen“, erklärt Baenisch. Zuvor habe im Obergeschoss für die Feuerwehr im Falle eines Brandes keine Möglichkeit bestanden, eine Rettungsleiter anzustellen.

Dieses Problem ist nun behoben, nur noch einige Malerarbeiten stehen aus. Den Betrieb im Obergeschoss haben die Macher aber schon nach knapp vier Wochen Umbauphase wieder aufgenommen. Zwei größere Kulturveranstaltungen hat das Dorfkulturerbe seitdem dort abgehalten. Vor einigen Wochen hatte ein Buschpilot einen Vortrag über seine Arbeit gehalten, am Mittwoch spielte erstmals eine Band im Haus. Beide Veranstaltungen waren gut besucht. „Es freut uns, dass das so gut angenommen wurde“, sagt Baenisch und verrät, dass die Genossenschaft darüber nachdenkt, im Herbst eine Veranstaltungsreihe anzubieten, bei der die Altenhägener ihre Lieblingsbücher in kurzen Vorträgen vorstellen sollen.

Von Jennifer Schüller

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