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Drastische Feuerwehrübung in Eldagsen

Eldagsen Drastische Feuerwehrübung in Eldagsen

Schwerer Verkehrsunfall am Freibad in Eldagsen: Ein Pkw-Fahrer war mit seinem Ford Ka von der Fahrbahn abgekommen, in eine aus fünf Personen bestehende Fußgängergruppe gerast und hatte sich mehrfach überschlagen - ein Horrorszenario, das Feuerwehrmann Matthias Dziubek als Übung erarbeitet hatte.

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Quelle: Symbolfoto

Springe. Als die ersten beiden Fahrzeuge der Feuerwehr Eldagsen eintrafen, bot sich ihnen ein gruseliges Bild: Der Wagen lag völlig zerstört auf dem Dach, der Fahrer war im Innenraum eingeklemmt, eine Person lag - ebenfalls eingeklemmt - unter dem Auto. Neben dem Fahrzeug befand sich ein weiterer Schwerverletzter, die übrigen Fußgänger - darunter eine Schwangere - waren glimpflicher davongekommen. Zwei von ihnen hatten sich allerdings unter Schock von der Unfallstelle entfernt und irrten herum.

„Das Ausmaß dieser Schadenslage mit so vielen verletzten Personen ist eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte“, so die Einschätzung von Eldagsens Ortsbrandmeister Andreas Meyer, der den Ablauf der Übung gemeinsam mit Dziubek aufmerksam verfolgte. Beide zeigten sich mit der Arbeit ihrer Kameraden sehr zufrieden: „Der Einsatzleiter hat die Lage schnell erfasst und sowohl die ersten als auch die wenige Minuten später eintreffenden weiteren Kräfte sehr gut eingeteilt“, so Dziubek.

Mithilfe eines Hebekissens, des hydraulischen Spreizers und der Schere wurden die beiden Eingeklemmten gerettet, die übrigen Verletzten wurden gesucht und betreut. Außerdem mussten sich die rund 20 Einsatzkräfte um auslaufende Betriebsstoffe kümmern und für den Fall eines plötzlich ausbrechenden Brandes an dem verunglückten Fahrzeug eine Wasserversorgung aufbauen.

Auch Eldagsens Ortsbürgermeister Ralf Burmeister und sein Stellvertreter Karl-Heinrich Rohlf beobachteten die Übung mit großem Interesse. „Unsere Feuerwehr ist eine kompetente Truppe, davon konnten wir uns auch heute wieder überzeugen“, lobte Burmeister.

Für ihn hatten die Feuerwehrkameraden noch eine Überraschung parat: Nach einer kurzen Schlussbesprechung durfte er sich mit Einsatzkleidung ausstaffieren und selbst mit schwerem Gerät Hand anlegen.

Nach einer kleinen Stärkung im Feuerwehrhaus brachen die Kameraden zu einer zweiten Übung auf. Sven Hurlebusch hatte ein Brandszenario in einem Gebäude an der Langen Straße entwickelt, bei dem auch vermisste Personen aufgespürt und gerettet werden mussten. „Natürlich arbeitet es sich in Übungssituationen anders als im Ernstfall. Es ist aber wichtig, gewisse Handgriffe und Abläufe immer wieder zu festigen“, betont Meyer.

Dankbar waren Meyer und Dziubek der Feuerwehr Mittelrode, die die Statisten stellte, als auch einigen Eldagser Firmen, die das Unfallauto spendierten und vorab halfen, die Unfallstelle zu präparieren.

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