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Eigentümer investieren zwei Millionen Euro

Springe Eigentümer investieren zwei Millionen Euro

An den Bonanza-Häusern zwischen Kalkwerk und Leipziger Straße scheiden sich seit 45 Jahren die Geister. Jetzt werden die Blöcke mit einem umfangreichen Sanierungsprogramm verschönert.

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Verwalter Wolfgang Knust vor den Balkonen des Häuserblocks Leipziger Straße 6 bis 10.

Quelle: Scheffler

Springe. Sie würden Springe großstädtischen Charme verleihen, jubelten die Befürworter. Sie seien eine Bausünde, ein in Beton gegossener Schandfleck, ächzten die Kritiker: Knapp zwei Millionen Euro lassen sich die Eigentümer der Anlage Leipziger Straße 6 bis 10 jetzt die energetischen und optischen Verbesserungen kosten, sagt Verwalter Wolfgang Knust. 88 Familien beziehungsweise Paare leben in den drei Türmen. Die Hochhäuser am Kalkwerk werden in den nächsten Jahren folgen. Auch der Wohnblock in der Leipziger Straße 2 und 4 wird nach und nach aufgehübscht.

Zwar haben die Eigentümer seit dem Bau der Siedlung 1970 immer wieder in die Anlage investiert, eine so umfangreiche Sanierung gab es jedoch nie. Knust spricht von einem Reparaturstau, der in den Jahrzehnten entstanden ist und den die Besitzer nun nach und nach beheben wollen.

Vorreiter sind dabei die Bewohner des Blocks Leipziger Straße 6 bis 10, schräg gegenüber von den Kleingärten an der Jägerallee. Das Sanierungsprogramm begann bereits vor sieben Jahren. Damals wurde der erste Fassadenabschnitt gedämmt. Mittlerweile sind die Fenster ausgewechselt, das Flachdach erneuert und mit leichtem Gefälle versehen. Außerdem sind weitere Fassadenstücke mit Polysterol-Platten verpackt und neu gestrichen worden. In zwei Jahren soll der letzte Abschnitt gedämmt werden. Das 2-Millionen-Euro-Projekt ist dann abgeschlossen.

Für die knapp zehnjährige Laufzeit hat Verwalter Knust eine einfache Erklärung: „Wir hatten vereinbart, die Kosten auf einen möglichst langen Zeitraum zu verteilen, damit die Eigentümer immer wieder Luft holen können.“ In den angrenzenden Hochhäusern sind teilweise schon die Fenster und Dächer erneuert. Die ganz großen Ausgaben stehen hier aber noch an. Auch im Block Leipziger Straße 6 bis 10 ist nach dem Ende der Großsanierung noch nicht Schluss: Die Heizungsanlage soll in den nächsten zwei bis zehn Jahren ausgetauscht und verkleinert werden. Knust: „Nach der energetischen Sanierung brauchen wir da ja keinen Lkw mehr. Ein Golf reicht künftig.“ Außerdem soll der Aufzug verlängert werden, damit das Objekt behindertengerecht wird.

In dem Hochhaus-Karree gibt es 296 Wohnungen. Der Leerstand sei gering, sagt Knust. Auch der Anteil der Eigentümer, die selbst vor Ort wohnen, ist mit 70 Prozent vergleichsweise hoch - und führt dazu, dass die Gebäude fit für die Zukunft gemacht werden.

VON Marita Scheffler

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