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Ein Fest rund um den würzigen Lauch

Springe Ein Fest rund um den würzigen Lauch

Im Energie- und Umweltzentrum Eldagsen drehte sich alles um Bärlauch, Wildkräuter und frisches Wildgemüse. Die vielen Besucher waren begeistert.

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Tomatenpflanzenvielfalt: Hobbygärtnerin Ursula Markardt (von links) und Christina Kochenek lassen sich von Patricia Nötel beraten.

Quelle: Brinkmann-Thies

Eldagsen. Ein Fest rund um den würzig duftenden Bärlauch haben Besucher aus nah und fern am Energie- und Umweltzentrum (EUZ) gefeiert. Warm eingepackt in Mäntel und Mützen trotzten die Gäste den wenig frühlingshaften Temperaturen und genossen umso mehr die Spezialitäten rund um das frische Wildgemüse. Zudem informierten sie sich an den verschiedensten Ständen über Themen rund um den Natur- und Umweltschutz.

Wissen über natürliche Heilpflanzen vermittelte Expertin Gudrun Fischer-Seidel bei einer Führung durch den Kräutergarten des EUZ. Und eine Lanze für Wildkräuter brach an ihrem Stand auch Julia Regozi. Was andere Menschen aus ihren Gärten als Unkraut entfernen, lasse sich oft gut in der Küche verwenden, berichtete sie. Vom intensiv schmeckenden Gundermann über Blutampfer bis hin zu Taubnessel bot sie an ihrem Stand essbare Wildkräuter an.

Eine bunte Vielfalt an Tomatenpflanzen hatte ein Betrieb aus Pattensen mit an den Deister gebracht. Wildtomaten bis hin zu Sorten wie dem „Mexikanischen Honig“ oder der „Dolce Vita“ hatte Patricia Nötel im Angebot und fand etwa mit Ursula Markardt aus Salzhemmendorf eine interessierte Besucherin. „Das ganze Bärlauchfest ist unglaublich vielfältig“, sagte sie. Gemeinsam mit Christina Kochenek aus Lauenau war sie das erste Mal zu Gast auf der Traditions-Veranstaltung am Elmschenbruch.

Sylvia und Hansjörg Schade aus Springe wussten im Vorfeld um die reichhaltigen Angebote des Bärlauchfests. Mit dem Fahrrad hatten sie sich auf den Weg gemacht und nahmen unter anderem Bärlauchsalz wieder mit nach Hause. „Das ist ein tolles Mitbringsel“, freute sich Sylvia Schade. Den frischen Bärlauch gab es in den verschiedensten Varianten zum Probieren und Mitnehmen. Stetig frisch gebackenes Bärlauchbrot etwa gab es am dicht umlagerten Stand des Springer Eschenhofs. Wer sich über fleißige Bienen informieren wollte, hatte die Gelegenheit bei einer Führung mit der Facherzieherin für Natur- und Waldpädagogik, Annika Wiechell. Sie gab Einblicke in die historische Bienen-Behausung.

Vor allem die jüngsten Besucher hörten ihr gebannt zu. Einige Erwachsene ließen sich derweil bei Wilfried Walther, Energieberater und Vorsitzender des EUZ, über energieeffizientes Bauen und Modernisieren informieren. Auch der Springer Nabu war mit einem Info-Stand vertreten. Vorstandsmitglied Rudolf Krause warb unter anderem für die Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“.

An anderer Stelle konnten sich die Besucher über das neue Wohnprojekt am Weißen Brink informieren. „Wir suchen noch Mitstreiter für dieses Gemeinschaftsprojekt“, erklärte dort Margarete Kemper. Und auch der Springer Waldkindergarten präsentierte sich: Wer sich traute, durfte in eine der Fühlkisten fassen. „Ist gar nicht schlimm“, ermutigte der achtjährige Joost die Besucher, deren Hände in dunklen Kartons auf Löwenzahn stießen.

Von Anne Brinkmann-Thies

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