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Ein Mann kämpft gegen Warteschlangen

Springe Ein Mann kämpft gegen Warteschlangen

Die Eigentümer sind zu Gesprächen bereit, die Stadt ist offen für Veränderungen, um die Verkehrssituation an der Osttangente zu verbessern. Christian Walsgott aus Springe hat das ganz anders erlebt. Seit zehn Jahren kämpft er dafür, das Staupotenzial auf der Zu- und Abfahrt zu den Verbrauchermärkten zu verkleinern - ohne Erfolg.

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Hier soll er hin: Christian Walsgott steht an der Stau-Ampel. Er zeigt das Foto eines grünen Pfeils mit Hinweisschild. Foto: Mischer

Springe. Seine Methode ist in der Verwaltung offenbar umstritten. „Ich ärgere mich, weil ich sehr oft hier in der Schlange stehe, und habe mir deshalb intensiv Gedanken über einen Lösungsweg gemacht“, sagt der 70-Jährige.

Der wäre in den Augen von Walsgott ziemlich simpel: Um einen Stau an der Ausfahrt zu verhindern, hat er der Stadt mehrfach vorgeschlagen, einen grünen Pfeil an der Ampel anzubringen. „Rechtsabbieger könnten dann auch bei roter Ampel fahren, wenn die Straße frei ist“, sagt Walsgott. Dadurch würde die Staugefahr sinken. Der Springer hat die Verkehrssituation nach eigenen Angaben lange beobachtet: Die meisten Fahrzeuge, die aus dem Kreisel kommen, fahren demnach nicht geradeaus, sondern biegen rechts ab. Der abfließende Verkehr von den Einkaufsmärkten könnte also gefahrlos nach rechts abbiegen.

Dass bei roter Ampel gestoppt werden muss und nur dann gefahren werden darf, wenn die Straße frei ist, steht in der Straßenverkehrsordnung. Zur Sicherheit könnte ein Zusatzschild angebracht werden, das Autofahrer daran erinnert. „An der Hildesheimer Straße in Hannover wird das zum Beispiel so praktiziert“, sagt Walsgott. Mehrfach hat Walsgott die Verwaltung darum gebeten, den Pfeil anzubringen. Immer wurde sein Vorschlag abgelehnt. Zuletzt mit der Begründung, dass das Anbringen eines Grünpfeils die Unfallgefahr steigere. Walsgott kann das nicht nachvollziehen - auch nicht mit Blick auf die Fußgängerampel an der Osttangente. „Die springt nur auf Grün, wenn auch die Autofahrer grün haben“, sagt er. Somit hätte sie keine Auswirkungen auf den grünen Pfeil. Das Argument, dass westdeutsche Autofahrer zu wenig Erfahrung mit der Regel hätten, will der gebürtige Sachse nicht gelten lassen.

Das Argument, dass westdeutsche Autofahrer zu wenig Erfahrung mit der Regel hätten, will der gebürtige Sachse nicht gelten lassen. Er hofft, dass sein Vorschlag doch noch aufgegriffen wird. Auch für die Anfahrt hat er eine Idee: Der Eigentümer müsste ein Stück des Parkplatzes vorm Hagebaumarkt nutzen, um die Abbiegespur auf der rechten Seite zu verlängern.

Von Ralf T. Mischer

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