Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Ein Meter ist hier 2500 Euro wert

Springe Ein Meter ist hier 2500 Euro wert

Der Ausbau der Lüderser Straße ist abgeschlossen. Eigentlich. Zumindest was die Fahrbahn angeht. Doch so richtig hat die Stadt mit dem Thema noch nicht abgeschlossen, weil sie die Bauarbeiten bei den Anwohnern noch nicht abrechnen kann. Dazu müssen nach sage und schreibe sieben Jahren noch einmal die Bagger rollen.

Voriger Artikel
Kunst und Kultur am Jagdschloss – mit einem Touch Mittelalter
Nächster Artikel
Tausende feiern an den Feuern

Braucht es an dieser Stelle wirklich einen Gehweg?

Quelle: FOTO: MISCHER

Bennigsen. 24 Meter lang ist die Gehweglücke östlich der Lüderser Straße/Ecke Seewiesenweg. Eine teure Lücke für die Stadt. So lange sie nicht geschlossen ist, kann die Stadt die gesamten Bauarbeiten an der Straße den Anwohnern nämlich nicht in Rechnung stellen. Deshalb soll der Gehweg ausgebaut werden. 24 Meter, in Pflasterbauweise. Zudem sollen drei Parkplätze in den neuen Fußweg integriert werden. Die Arbeiten sollen etwa drei Wochen dauern und im April durchgeführt werden.

Deutliche Kritik an dem Unterfangen äußert Christoph Rohr von der CDU. Er vertritt die Auffassung, dass der Lückenschluss „völlig überflüssig“ sei. Eine Meinung, der sich die Mitglieder des Bennigser Ortsrates mehrheitlich anschließen. Während der jüngsten Sitzung baten sie die Verwaltung, die Bauarbeiten nicht durchzuführen.

Doch so paradox das klingt: Ein Verzicht auf den Neubau würde die Stadt teuer zu stehen kommen. Immerhin müsste sie dann, wie die Verwaltung betont, auf die Abrechnung mit den Anwohnern für den gesamten Straßenbau verzichten. Und das bedeutete, dass der Stadtkasse unter dem Strich Einnahmen in Höhe von bis zu 60.000 Euro verloren gingen.

Der Ausbau der Lüderser Straße zwischen der Kreuzung Lüderser Straße/Hauptstraße/Hüpeder Straße/Gestorfer Straße war bereits im Jahr 2010 erfolgt. Abgerechnet werden kann er trotzdem noch nicht - weil eben der Fußweg bis heute fehlt.

Die Anwohnerbeiträge für den Straßenausbau waren in Springe schon mehrfach in die Kritik geraten. Zuletzt hatte sich der Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) dafür ausgesprochen, andere Finanzierungsmöglichkeiten für Straßenbaumaßnahmen zu erschließen - und sich für eine Erhöhung der Grundsteuer starkgemacht. Bislang werden die Anlieger der Straßen, an oder in denen gebaut wird, anteilig zur Finanzierung herangezogen. Diese Straßenausbaubeiträge sind jedoch umstritten.

Ralf T. Mischer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.