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Ein Ort für Begegnungen

Springe Ein Ort für Begegnungen

Früher lagen dort tagtäglich Haare auf dem Boden, Waschbecken waren an den Wänden montiert, überall hingen Spiegel: Heute nutzt Flüchtlingskoordinatorin Friederike Hoffmann die Räumlichkeiten des ehemaligen Friseursalons hinter dem Nachbarschaftsladen Doppelpunkt als Büro- und Workshopräume.

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Detlef Brandes übergibt der Flüchtlings-
koordinatorin Friederike Hoffmann bei der Einweihung der Räume des Kirchenkreises Laatzen-
Springe ein Geschenk.

Quelle: Hermes

Springe. „Ich freue mich riesig, dass ich mich hier so mit meinen Flüchtlingsangeboten verwirklichen kann“, erklärte Hoffmann bei der offiziellen Eröffnungsfeier der Räume des Kirchenkreises Laatzen-Springe.

Detlef Brandes, stellvertretender Vorsitzender des Diakonieverbandes Hannover-Land, lobte Hoffmann für ihre tolle Arbeit. „Wir sind wirklich sehr glücklich, dass wir sie auf diesem Posten gewinnen konnten. Es ist bemerkenswert, was sie seit Amtsantritt am 1. April schon erreicht haben. Umso schöner ist es, dass sie mithilfe dieser Räume noch mehr Projekte umsetzen und unterstützen können.“

Finanziert wurden die Räumlichkeiten aus Mitteln der evangelisch-lutherischen Landeskirche und vom Kirchenkreis Laatzen-Springe. Mithilfe von Ehrenamtlichen hatte Hoffmann in den letzten Wochen Mobiliar und Bilder angeschafft und auch eine kleine Küchenzeile anbringen lassen. Sie will den Gruppen-Raum hauptsächlich für die von ihr initiierte Nähwerkstatt, für Beratungsstunden und für Workshops nutzen. „Der Raum bietet ganz neue Möglichkeiten. Auch Vereine und Initiativen, die mit Flüchtlingen arbeiten, sollen ihn nutzen können“, sagte die Flüchtlingskoordinatorin.

Aktuell ist Friederike Hoffmann mit den Projekten der Näh- und der Fahrradwerkstätten voll ausgelastet. Wenn wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, will die Kulturwissenschaftlerin ein interkulturelles Training anbieten. Dabei soll es vornehmlich um die Frage „Was ist eigentlich Kultur?“ gehen.

Zusammen mit den Flüchtlingen will sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten und praktische Übungen anbieten. „Unsicherheiten fangen schon in ganz alltäglichen Situationen an, zum Beispiel bei der Frage, wie viel Abstand man zu Menschen halten sollte, mit denen man gerade spricht. Oder: Wie begrüßt man andere? Gibt man die Hand, nickt man einfach nur oder umarmt man sein Gegenüber direkt?“ In dem interkulturellen Training möchte Hoffmann die Teilnehmer für das Thema sensibilisieren.

Hoffmanns Stelle läuft im März 2018 aus. „Ich hoffe natürlich, dass das jetzt nur der Anfang war. Ich habe aber schon von vielen Seiten gehört, dass auch sie sich wünschen, dass die Stelle der Flüchtlingskoordinatorin erhalten bleibt. Der Bedarf ist auf jeden Fall da“, betonte sie.

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