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„Ein Vorzeigeprojekt“

Springe „Ein Vorzeigeprojekt“

Die Stadtwerke wollen in der Kernstadt ein mehrere Kilometer langes Fernwärmenetz samt Holzschnitzelkraftwerk bauen. Auf bis zu 8 Millionen Euro schätzt Geschäftsführer Marcus Diekmann den Umfang des Großprojekts, das nicht nur die Wärmeversorgung verbessern soll: Der Bund fördert das Pilotprojekt, das anderen Kommunen von Springes Größe als Vorbild dienen soll.

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Die Biogasanlage in der Feldmark bedient das vorhandene kleine Wärmenetz. Sie soll durch ein Holzschnitzel-Kraftwerk ergänzt werden. Helmbrecht

Springe. Als Basis für das neue Netz, das 2017 und 2018 entstehen soll, dient die vorhandene Wärmeversorgung, die die Biogasanlage in der Feldmark etwa mit dem Schulzentrum Süd oder dem Blutspendedienst verbindet. Diese Leitungen sollen in Richtung Zentrum verlängert werden. Die gesamte Kernstadt werde aber noch nicht abgedeckt, so Diekmann.

Gleichzeitig soll an einem noch zu bestimmenden Ort ein kleines Holzschnitzelkraftwerk entstehen, von wo aus ebenfalls Wärme für Wasser und Heizung verteilt wird. Über die Belieferung laufen Gespräche: Das Holz könnte aus dem Stadtwald kommen.

Vom Bundesumweltministerium gebe es bereits eine grundsätzliche Förderzusage aus dem Programm „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“, so Diekmann. Nun müssten noch Details geklärt werden. Über den Bund erhoffen sich die Stadtwerke einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent der Kosten.

Wo genau die unterirdischen Leitungen verlaufen, steht noch nicht fest. Ins Auge gefasst ist aber beispielsweise der Bereich Fünfhausenstraße: „Darüber könnten zum Beispiel die Wohntürme nördlich der Schienen versorgt werden“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Er selbst möchte gerne möglichst viele städtische Gebäude versorgen lassen - etwa den angedachten Neubau des Rathauses. Aber auch Privatleute entlang der Trasse können sich an das Netz anschließen.

Springfeld ist begeistert von dem Vorhaben: „Das ist für Springe hervorragend.“ Auch, weil es deutschlandweit nur wenige Kommunen von Springes Größe gebe, die ein so umfangreiches Fernwärmenetz haben. „Das ist ein Vorzeigeprojekt, das sich andere anschauen werden“, schwärmt auch Diekmann.

Die Stadt will die Bauarbeiten nutzen, um selbst aktiv zu werden und Straßen- oder Kanalarbeiten zu erledigen - „wenn die Fahrbahn schon mal auf ist“, sagt Springfeld. Personell sei aber nicht alles möglich. In jedem Fall legt man im Rathaus schon mal Geld an die Seite: Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung hat vorsichtshalber für die Jahre 2017 und 2018 bereits 3,4 Millionen Euro eingeplant.

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