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Ein altes Kochbuch kehrt zurück

Springe Ein altes Kochbuch kehrt zurück

„Eine Chronik zu schreiben ist spannender als ein Krimi“, erklärte Heidrun Karkosch, Schriftführerin und Archivarin im Springer Museum bei der Übergabe eines 110 Jahre alten Kochbuchs an Hans Busche (86), einem Neffe der ehemaligen Besitzerin Lina Busche.

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Das 1907 erschienene Kochbuch wurde der Familie vom Museumsteam zurückgegeben. Krause

Springe. Hans Busche und seine Ehefrau, die Tante Lina noch kennengelernt hatte, freuten sich, dass das Buch den Weg zurück zur Familie fand - und das nur durch Zufall. Ein Kollege von Karkosch entdeckte das Buch auf einem Flohmarkt in Hannover. Der Vorstand des Museums entschloss sich danach, dieses Kochbuch der Familie wieder zurückzugeben. Nur durch die Geschichte des aufgetauchten Kochbuchs habe er sich wieder mit der Tante Lina befasst und erinnerte sich für die Familienchronik dadurch noch an weitere Familiengeschichten.

Jetzt waren Vater Hans Busche (Neffe von Lina Busche) und dessen Sohn Michael (60) zum Museums-Café gekommen. Heidi Dopheide, Vorsitzende des Museumsvereins, überreichte das 1907 im Verlag „Belhagen & Klasing“ erschienene Kochbuch mit der Widmung an den glücklichen Senior.

Archivarin Karkosch erzählte gleichzeitig etwas über die Entstehung des ersten Bahnhofhotels durch Heinrich Busche im Jahr 1900 und erinnerte an das erste Bahnhofsgebäude. Im gleichen Jahr zog Busche als Gastwirt mit seiner Familie in das erste Springer Bahnhofsgebäude. Anfangs gab es die heutige Bahnhofstraße noch nicht. Ein grundloser Feldweg führte zum Bahnhof. Das erste Bahnhofsgebäude aus den 1870er Jahren - etwa 200 Meter weiter des heutigen Bahnhofs - wurde bereits 1913 abgerissen. In Verbindung mit dem Ausbau einer zweigleisigen Bahnstrecke wurde es 1914 am heutigen Standort wieder aufgebaut.

1899 bis 1919 war Heinrich Busche Besitzer der Einrichtung. 1919 löste ihn Heinrich Gröne ab. 1977 wurde das Gebäude an die Altenpflegerin Heidi Gehrke verkauft, und es entstand das heutige Seniorenheim.

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