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Einbruchserie in Springe gibt Polizei Rätsel auf

Springe Einbruchserie in Springe gibt Polizei Rätsel auf

Im Monat März verzeichnete die Polizei in Springe einen dramatischen Anstieg der Einbrüche: 15-mal drangen ungebetene "Gäste" in Wohnungen oder Häuser ein. Die Polizei vermutet eine Bande von außerhalb.

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Ein Einbrecher in Aktion: 15-mal wurde im März in Springe eingebrochen.

Quelle: Symbolfoto: dpa

Springe. Springe/Völksen. Der Trend, er ist momentan nicht der Freund der Polizei: Die Zahl der Verbrechen in Springe ging zuletzt in vielen Bereichen zurück. Und dann kamen der März und die Einbrüche: 15 Taten in diesem Monat - so viele wie in keinem anderen Kommissariat im Westen der Region. Die Polizei vermutet eine Bande von außerhalb, bittet um Vorsicht und um Aufmerksamkeit.

Gleich eine ganze Reihe Einbrüche ereignete sich an den vergangenen Tagen: Am Donnerstagabend erwischte es den Besitzer eines Reihenendhauses an der Wolfstalstraße. Als der Mann gegen 20 Uhr nach Hause kam und die Tür aufschloss, hörte er von drinnen eine fremde männliche Stimme. Geistesgegenwärtig verließ er das Haus wieder und alarmierte die Polizei. Doch die erwischte die inzwischen offenbar ohne Beute geflüchteten Täter nicht mehr. Die Unbekannten waren über den hinten am Haus angebauten Wintergarten eingestiegen.

Kurz zuvor hebelten Einbrecher die Terrassentür eines Hauses am Burgberg auf. Sie durchwühlten das Wohnzimmer und klauten Schmuck. Auch an der Weimarer Straße nahe dem Schulzentrum Nord waren die Unbekannten aktiv: Sie kletterten über eine Grundstücksmauer, hebelten die Eingangstür eines Reihenhauses auf und durchsuchten alle Räume. Die Beute: vermutlich ebenfalls Schmuck. Schon zu Wochenbeginn gelangten Einbrecher über die Terrassentür in ein Wohnhaus am Steinberg, dessen Besitzer sich im Urlaub befand. Am Mittwochnachmittag brachen die Täter außerdem in gleich drei Häuser in Völksen ein: An der Straße In den Erdbeergärten nahmen sie Schmuck und Bargeld mit. Außerdem erwischte es Hauseigentümer am Weizenkamp und am Pfarrkamp.

Die Polizei versucht nun zu ermitteln, wie die Taten der vergangenen Tage zusammenhängen. Kripo-Chef Hartmut Retzlaff geht momentan von einer sogenannten reisenden Bande aus - also Täter von außerhalb, die gezielt für die Einbrüche herkommen, Häuser und Nachbarschaft auskundschaften, zuschlagen und dann wieder fahren. So gebe es kaum eine Chance, die Einbrecher zu erwischen - wenn sie nicht zufällig auf frischer Tat ertappt werden.

Oft suchten sich die Täter Grundstücke aus, auf denen die Häuser schwer einsehbar sind, so Retzlaff.

Er hofft nun auch auf den Wechsel von Winter- auf Sommerzeit am Wochenende: „Dann ist es später dunkel, und die Einbrecher können sich nicht mehr unbeobachtet fühlen.“ Auch auf weitere Zeugen setzen die Beamten - und darauf, dass alle Springer verdächtige Beobachtungen per Notruf oder unter Telefon (0 50 41) 9 42 90 melden.

Von Christian Zett

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