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Eine Stimme für die Jugend

Springe Eine Stimme für die Jugend

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung ist für die Absenkung, Thomas Krüger, ist für die Absenkung des Wahlrechts auf 14 Jahre. Springes Politiker reagieren geteilter Meinung auf diesen Vorschlag.

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Sollen Jugendliche bereits mit 14 Jahren wählen dürfen? In Springe ist man geteilter Meinung

Quelle: Archiv

Springe. Von einer lang erhofften Trendwende spricht Jugendforscher Klaus Hurrelmann: Immer mehr Jugendliche begeistern sich laut der neusten Shell-Jugendstudie für Politik, die Zahl der Parteieintritte junger Leute geht nach oben. Vor dem Hintergrund fordern Experten, das Wahlrecht generell ab 14 Jahren einzuführen. In Springe ist man geteilter Meinung darüber.

Besonders offensiv tritt der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, für die Absenkung des Wahlalters ein. Er fordert das generelle Wahlrecht für Jugendliche ab 14 Jahren.

Bürgermeister Christian Springfeld kann der Idee manche Sympathie abgewinnen: „Ich glaube, man kann gar nicht früh genug damit anfangen, auch schon Kinder für Politik zu sensibilisieren.“ Das Einüben von Demokratie hält er für überaus wichtig. „Gerade Jugendliche stehen oft vor dem System und fragen sich: Warum dauert das alles so lange? „Ja, ich stehe der Absenkung des Wahlalters uneingeschränkt positiv gegenüber“, sagte er.

Ähnlich sieht die Sache auch Ermana Nurkovic (SPD). Die Springerin ist stellvertretende Vorsitzende im Unterbezirksvorstand der Jungsozialisten. Sie betont, dass die Themen Grundgesetz und Demokratie in den Schulen erst ab dem 16. Lebensjahr intensiv thematisiert werden, hält es deshalb für geeignet als Start ins Wählerleben. Nurkovic könnte sich vorstellen, dass nach der ersten Bundestagswahl für 16-Jährige untersucht wird, ob und wie viele Jugendliche von ihrem Recht gebraucht gemacht haben. „Danach kann man über eine weitere Absenkung auf 14 Jahre entscheiden“, sagt sie.

Etwas kritischer bewertet Erik Söchtig, Sprecher des Stadtverbandes der Jungen Union in Springe, den Vorstoß von Krüger. „Viele Jugendliche in dem Alter wollen ja noch gar nicht wählen“, gibt er zu Bedenken. „Wahlrecht ab 14, das hieße, dass man die Jugendlichen ins kalte Wasser wirft“, sagt Söchtig. Er ist davon überzeugt, dass das ein Fehler sei.

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