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Eldagsen profitiert vom Flüchtlingszuzug

Eldagsen Eldagsen profitiert vom Flüchtlingszuzug

Mehr als 80 Flüchtlinge wohnen in Eldagsen. Die Gehlenbachstadt profitiere von dem Zuzug, ist Ortsbürgermeister Ralf Burmeister überzeugt.

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„Auch die Kritiker sagen jetzt: ,Das sieht gut aus‘“: Ortsbürgermeister Ralf Burmeister vor den Stelen an der Langen Straße, die anfangs umstritten waren.

Quelle: Marita Scheffler

Eldagsen. Mehr als 80 Flüchtlinge wohnen in Eldagsen. Die Gehlenbachstadt profitiere von dem Zuzug, ist Ortsbürgermeister Ralf Burmeister überzeugt: „Wir hatten hier einen relativ hohen Wohnungsleerstand. Etliche Häuser konnten wir jetzt wiederbeleben.“ Auch für die Flüchtlinge sei eine „dezentrale Unterbringung“ wie in Eldagsen ideal: „Es gibt immer einen Vermieter oder Nachbarn, der hilfsbereit zur Seite steht.“

Integration in Eldagsen funktioniert

„Hilfsbereit zur Seite stehen“ könne dabei auch heißen, den Fremden zu zeigen, dass einmal in der Woche der Bürgersteig vor der Haustür gefegt werden müsse, sagt Burmeister. Er habe den Eindruck, die Integration in Eldagsen funktioniere vorbildlich: Zum „Flüchtlingstag“, den ein Helferkreis im Herbst zum Kennenlernen organisiert hatte, seien alle ausländischen Neubürger erschienen - besser gehe es nicht.

Einmalig im Stadtgebiet ist auch der Plan, eine Begegnungsstätte zu eröffnen. Das frühere „Café Einzigartig“ an der Langen Straße solle ein Treffpunkt und Veranstaltungszentrum (zum Beispiel für Deutschkurse) werden, so Burmeister. Der Start ist für Ende Januar oder Anfang Februar vorgesehen. Laut Konzept sollen die Flüchtlinge in den Betrieb eingebunden werden. Burmeister ist wichtig, dass auch Eldagsener die Einrichtung nutzen: „Warum sollen sich da nicht morgens auch mal vier Rentner zum Skat treffen?“

Begegnungsstätte "gute Sache"

Burmeister weiß, dass den Eldagsern Eigenheiten nachgesagt werden. „Wir sind ja ein bisschen verschrien“, meint er grinsend, „aber wenn es um etwas geht, wo Hilfe benötigt wird, dann sind sie sofort da. Da bin ich richtig stolz auf die Eldagsener.“ Die Begegnungsstätte werde auch deshalb „eine gute Sache“.

Vom Glück geküsst sei die Gehlenbachstadt auch wegen der Städtebauförderung. In den vergangenen Monaten wurden die Bushalte an der Langen Straße erneuert, die Sanierung der Pastorengasse ist so gut wie beendet. Demnächst sollen die Bagger an der Marktstraße und Hinter der Post anrücken. Die Erweiterung des Berggarten-Parkplatzes hat begonnen. Es ist die erste Etappe für den Rundweg, der von der Berggartentreppe zur Senfmühle führen soll. „Ein Fernziel“, wie Burmeister zufügt.

Hochgradig zufrieden ist der Christdemokrat mit den Stelen an den Ortseingängen. „Die wurden zunächst belächelt“, erinnert sich „der Lange“. Seitdem die Portale fertiggestellt und die Wappen angebracht sind, „werden sie auch von den Kritikern akzeptiert. Auch die sagen jetzt: ,Das sieht gut aus‘“, so Burmeister. Eldagsen habe hier „wie so häufig ein Alleinstellungsmerkmal“ geschaffen.

Aus Kostengründen kein Torbogen

Einen Torbogen über den Stelen werde es auch Kostengründen nicht geben. An einer Landesstraße müssten die Dächer mindestens vier Meter hoch sein - und wären schnell zu wuchtig geworden.

Die nächtliche Tempo-30-Begrenzung auf der Langen Straße zeigt laut Burmeister bereits Wirkung: „Es ist ruhiger geworden“, hätten ihm mehrere Anwohner bestätigt. Zwar halte sich nicht jeder an die Regelung, „aber vorher wurde nachts im Schnitt 70 gefahren, jetzt sind es nur noch 40“. Auch hinter dem Tempolimit würden sich jetzt zahlreiche Auto- und Lastwagenfahrer mit 50 Stundenkilometern begnügen.

Marita Scheffler

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