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Eldagser klagte einst gegen den König

Springe Eldagser klagte einst gegen den König

Auf den Spuren der Geschichte: Im Rahmen der Angebote des Calenberger Landsommers hatte Gästeführerin Gudrun Kreier eingeladen, das Jagdschloss, dessen Geschichte und Umgebung kennenzulernen.

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Durch den Saupark: Gästeführerin Gudrun Kreier (Zweite von links) zeigt den Besuchern die sehenswerten Kastanienbäume.

Quelle: Voigtmann

Springe. 20 Personen warteten deshalb am Sonnabend am Parkplatz neben dem Jagdschloss. Gleich zu Beginn machte Kreier deutlich, dass man auf historischem Boden steht: „Ich fange mal um das Jahr 1000 an. Während dieser Zeit wurde die ganze Gegend neu aufgeteilt. Bis dahin war das Heinrich-des-Löwen-Land.“ Damals wurden die Grafen von Hallermund in der Gegend angesiedelt, die eigentlich die Grafen von Luca waren. Als Dank dafür, dass sie eine gute Grafschaft bekommen haben, gründeten sie das Kloster Loccum.

Die Grafen von Hallermund waren bis zum 14. Jahrhundert die Herren der Gegend. Danach fiel das Land an die Welfen. Damals durfte der Adel nach Lust und Laune in den Wäldern jagen, auch wenn ihm das Land nicht gehörte. „Als die Welfen den Besitz übernahmen, wurde ein Gehegemeister eingestellt. Der Wildbestand wuchs so weit an, dass die Landwirte Jahr um Jahr um ihre Ernte fürchten mussten.“ Weil Petitionen nicht wirksam waren, hat 1786 der Eldagser Amtmann Wedemeyer den König verklagt. 1835 wurde gerichtlich festgelegt: Der König muss dafür sorgen, dass die Felder der Bauern geschützt sind. So entschloss man sich bei Hofe, um einen Teil des 1600 Hektar großen Waldgebietes eine Mauer von 16,3 Kilometern Länge mit sechs Toren zu bauen, damit man durch den Wald die anderen Ortschaften erreichen konnte. In den Jahren 1838 bis 1842 wurde das Jagdschloss nach Plänen des Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves gebaut.

Die Teilnehmer waren begeistert von der lehrreichen Führung. Zum Abschluss ging die Gruppe ins Schloss und besuchte die Ausstellung „Wow, Wau“.

von Horst Voigtmann

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