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„Dass das Waldpädagogikzentrum Wisentgehege seit 30 Jahren besteht, beweist, dass sich die Einrichtung etabliert hat“, lobte Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten. Gestern feierte das WPZ (früher Gehegeschule) seinen 30. Geburtstag mit zahlreichen Gästen.

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Springe/Alvesrode. „Mein Höhepunkt war 2010, als das Heinz-Sielmann-Haus gebaut und eingerichtet wurde“, so Merker. Sielmann, deutscher Tierfilmer, Kameramann und Produzent, wäre stolz auf die Einrichtung gewesen, sagte Michael Beier vom Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung. Sielmann starb 2006, seine Frau Inge kam aber 2010 zu der Eröffnung. „Ich habe gestern noch mit ihr telefoniert, und Inge erinnert sich immer noch sehr gerne an die Kutschfahrt durch das Wisentgehege, die sie nach der Eröffnungsfeier des Hauses gemacht hat“, so Beier.

Auch die Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg erinnerte sich in ihrer Rede an zahlreiche Kindergeburtstage im Wisentgehege. Das WPZ bietet betreute Tierrundgänge für Geburtstagsgruppen an. „Für die Kinder ist das ein tolles Gemeinschaftserlebnis, und das bleibt ihnen bis heute in Erinnerung“, so Kohlenberg. Der städtische Fachbereichsleiter Clemens Gebauer hatte gestern Bürgermeister Christian Springfeld vertreten, der derzeit in Niort ist. „Und ich mache das sehr gerne, ich hatte schon immer eine hohe Affinität zum Wisentgehege“, so Gebauer. Er sei in einer Generation aufgewachsen, für die es normal gewesen sei, im Wald zu spielen. Die nachfolgende Generation kenne das gar nicht mehr. „Umso wichtiger ist es, das Thema Wald den Kindern näher zu bringen“, betont Gebauer.

„Es werden immer mehr Menschen, die sich der Natur entfremden“, sagte auch Dietrich Meyer-Ravenstein, Abteilungsleiter im Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium. Dass Kinder heute häufig denken, Kühe seien lila und für Schokolade verantwortlich, sei kein Einzelfall mehr. Gleichzeitig würde in den Städten die Sehnsucht nach der ländlichen Idylle weiter zunehmen. „Was aber wirklich im Wald passiert, weiß kaum noch jemand“, so Meyer-Ravenstein.

„Die Einrichtung kann ein Vorbild für andere sein“, sagte Marie Bludau vom niedersächsischen Kultusministerium. Leiterin Cornelia Tripke war am Ende der Feier von den lobenden Worten gerührt. „Es ist toll und eine Wertschätzung für meine Arbeit.“

Anschließend hielten Salka Hennicke, ehemalige Teilnehmerin des Freiwilligen Ökologischen Jahres, und Gudrun Fleczorek, ehemalige Fachbereisleiterin der Heinrich-Göbel-Realschule, während eines Rundgangs durch das Wisentgehege Kurzvorträge zum WPZ.

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