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FDP hat nur noch 62 Euro in der Kasse

Springe FDP hat nur noch 62 Euro in der Kasse

Im Bürgermeister-Wahlkampf hat die FDP Springe Federn gelassen. Gerade einmal 62 Euro befinden sich derzeit in der Parteikasse. Doch die Liberalen sind zuversichtlich, für die Finanzierung des Kommunalwahlkampfs Spenden verbuchen zu können.

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Tobias Berger (l.) und Harald Klotz.

Springe. Zukunftssorgen plagen die Liberalen dennoch nicht. Sie hoffen auf Spenden für den anstehenden Kommunalwahlkampf. Dieser Plan ging auch bei der Wahl zum Bürgermeister auf. 2820 Euro wurden in den entscheidenden Wochen ungeplant überwiesen, verriet Biedermann bei der Jahresversammlung.

Dass die Partei jetzt mit Christian Springfeld aus Bennigsen den neuen Verwaltungschef stellt, werte die Partei auf, sagte der Vorsitzende Harald Klotz. Zuvor sei man in Springe als Liberaler durchaus etwas schief angeguckt worden, „das hat sich geändert“.

Warum Springfeld letztlich die Wahl gewonnen hat? „Die FDP tickt anders als die anderen Parteien“, versucht Klotz zu erklären. „Wir haben von Beginn an darauf geachtet, einen Kandidaten zu finden, der die Voraussetzungen für ein langfristig angelegtes Steuern der Stadt mitbringt.“ Am Anfang habe deshalb nicht der Bewerber gestanden, sondern das Anforderungsprofil, das in mehreren Diskussionsrunden erstellt wurde. Erst dann hätten sich die Augen auf Springfeld gerichtet.

Bei der Jahresversammlung wurde der vor einem Jahr zum Vorsitzenden aufgestiegene Harald Klotz im Amt bestätigt. Vize-Chef bleibt Jörg Mühring. Um die Finanzen kümmert sich weiterhin Edwin A. Biedermann, der bereits ankündigte, die Kasse bei den nächsten Wahlen in zwei Jahren in jüngere Hände übergeben zu wollen. Schriftführer Fritz-Otto Poeppel räumte seinen Platz. Die Protokolle verfasst in Zukunft der 29-jährige Mittelröder Tobias Berger.

Komplettiert wird der Vorstand der Liberalen durch sieben Beisitzer. Den Einzug schafften Nick Kelting, Klaus ­Nagel, Matthias Lenz, Walburga Schwabe, Friederike Schwabe, Eike Rehren und Fritz-Otto Poeppel.

Klaus Nagel will den Spitzenplatz

Ab Herbst möchten Springes Liberale auch im Regionsparlament vertreten sein: Klaus Nagel soll’s richten. Der Springer Stadtverband hat den Gestorfer einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen. Die Freien Demokraten erheben Anspruch auf den ersten Listenplatz im Wahlkreis 14. Zum Gebiet gehören auch Wennigsen, Hemmingen und Ronnenberg. Bereits die Aufstellungsversammlung will die FDP nach Springe holen. Nagel, der im heimischen Stadtrat sitzt und Vorsitzender des Sportrings ist, ist überzeugt: Die Chance, jetzt einen Sitz im Regionsparlament zu ergattern, „ist sehr hoch“. Auf der Regionsliste soll zudem der Name eines zweiten Springers auftauchen: Auch der 23-jährige Student Nick Kelting bewirbt sich um ein Mandat. „Springe wird von der Region kontinuierlich kaputtgemacht“, ärgerte er sich in seiner Vorstellung. Wichtigste Wahlkampfthemen aus Nagels Sicht sind das Krankenhaus, die geplanten Änderungen für die heimische S-Bahn-Linie und die teilweise zu schlechte Internet-Verbindung ansässiger Unternehmen. Nagel sorgt sich auch, dass die Regiobus doch nicht in Eldagsen neu baut. Zitat: „Wenn das mal nicht nur ein leeres Versprechen im Bürgermeister-Wahlkampf war.“

Von Marita Scheffler

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