Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Falkenhof bleibt vorerst dicht

Falkenhof bleibt vorerst dicht

Die begehbaren Vogelanlagen im Wisentgehege sind nur von außen zu bewundern, der Falkenhof ist für Besucher zur Zeit geschlossen. Die Vogelgrippe in der Region hat auch am Deister ihre Auswirkungen.

Voriger Artikel
„Hey“ statt „Herr Lehrer“
Nächster Artikel
Stadt will Gestorfer beruhigen

Mit Hinweisschildern bittet das Team um Verständnis. Mischer

Springe. So gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen auch im heimischen Tierpark. „Das, was wir machen können, haben wir schon umgesetzt“, sagt Leiter Thomas Hennig.

Alle Mitarbeiter seien sensibilisiert, und auch auf Fachtagungen ist die Vogelgrippe mit allen denkbaren Auswirkungen Gesprächsthema, berichtet der Fachmann. „Jetzt können wir nur noch hoffen, dass wir auch dieses Mal verschont bleiben“, meint Hennig. Hagenbecks Tierpark in Hamburg musste nach ersten bestätigten Vogelgrippe-Nachweisen bei Gänsen auf noch nicht absehbare Zeit schließen.

Letztlich ist auch das Wisentgehege trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht gefeit vor möglicher Infizierung. Denn dass Besucher den Virus im Gepäck haben könnten, ist nur eine Gefahrenquelle. „Auf unseren großen Teichen sitzen oft mehr wilde Vögel als Wisentgehege-Bewohner“, erzählt Hennig. Auch die Netze der Voliere hielten kleinere Vögel kaum von der Landung neben den Alvesröder Kranichen, Storchen und Enten ab.

„Sollten wir tote Vögel mit Verdacht auf Vogelgrippe finden, würden wir sie natürlich gleich einschicken und untersuchen lassen“, informiert Hennig. Doch dafür müssten sie frühzeitig aufgefunden werden. „In der Regel finden wir eher ein paar Federn als einen ganzen toten Vogel“, erzählt der Wisentgehege-Leiter. Beutegreifer, Luxe und Füchse machten keinen Unterschied zwischen kranken und fitten Leckerbissen.

Ansonsten ist für die Tiere noch keine große Veränderung spürbar. Die Fleischfresser verzichten notgedrungen auf gespendete Geflügelbissen, die ihnen gelegentlich vorgeworfen werden, und kommen mit Rind, Wild und Fisch aus.

Außerdem weist Hennig darauf hin, dass das Wisentgehege, das auch Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen ist, derzeit keine Tiere mehr aufnimmt. Sollte die Vogelgrippe auch im Wisentgehege um sich greifen, würde die Einrichtung in enger Absprache mit den Amtsveterinären aus Hannover alle behördlichen Anordnungen umsetzen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.