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Falsche Polizisten scheitern am Tempolimit

Springe Falsche Polizisten scheitern am Tempolimit

Zwei Männer, die sich auf der B 217 bei Springe als Polizisten ausgaben, wollten von einem Autofahrer 50 Euro kassieren, weil er angeblich in der Tempo-50-Zone zu schnell unterwegs war. Ihr Fehler: Im Springer Bereich der B 217 gibt es keine Tempo-50-Zone.

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Amtsanmaßung: Zwei Männer haben sich bei einer Kontrolle auf der B 217 als Polizisten ausgegeben. Jetzt sucht die richtige Polizei die beiden Unbekannten.

Quelle: Symbolbild

Springe. Die Geschichte wäre bei jeder Party auf jeden Fall der Renner, das Geschehen bleibt trotzdem eine Straftat: Zwei Männer haben sich am Montag auf der B 217 als Polizisten ausgegeben, um vorgebliche Raser abzukassieren. Doch dann scheiterten sie auch daran, dass sie sich nicht ganz sicher waren in Sachen Tempolimit.

Montag, 14 Uhr, Bundesstraße 217: Beim Abzweig Bad Münder wird ein Autofahrer, der in Richtung Hameln unterwegs ist, herausgewunken. Zwei Männer in einem blauen VW Passat haben in zuvor überholt, aus dem Beifahrerfenster ragt eine Polizeikelle.

Die Männer, berichtet der Betroffene später bei der Polizei, hätten ihm erklärt, dass er in Höhe Steinkrug in der Tempo-50-Zone zu schnell gefahren sei. 50 Euro würden dafür fällig. Der Autofahrer stutzt. Er fahre dort jeden Tag lang und sei überzeugt, dass im Bereich des Bergs Tempo 80 herrsche. Zu recht, wie daraufhin auch die falschen Polizisten merken: Sie ändern spontan ihren Plan, verwarnen den Mann mündlich und lassen ihn ziehen.

Kripochef Hartmut Retzlaff berichtete am Dienstag, der gestoppte Autofahrer sei zunächst nach Hause gefahren. Da ihm die Sache aber keine Ruhe ließ, informierte er die Polizei. Die ermittelt jetzt gegen die Unbekannten - nicht, weil sie denkbar schlecht vorbereitet waren, sondern weil es sich um Amtsanmaßung handelt. Und das ist eine Straftat.

Das Problem: Der Zeuge kann die beiden falschen Beamten nur bruchstückhaft beschreiben. Sie seien etwa 25 Jahre alt gewesen. Die echte Polizei hofft jetzt auf weitere Opfer, bei denen die Unbekannten mit ihrer Masche landen wollten: Hinweise werden unter Telefon (05041) 94290 entgegengenommen.

Von Christian Zett

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