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Feiern bei "Rock am Deister"

Völksen Feiern bei "Rock am Deister"

Rock, Funk, Soul und Indie: Rund 600 Besucher feierten am vergangenen Sonnabend beim „Rock am Deister“-Festival. „Wir sind kaputt, aber sehr glücklich“, sagt Julian Baruth vom Trägerverein. Die Idee, eine große Bandbreite an Musik anzubieten, habe sich ausgezahlt.

Völksen. Zur sechsten Auflage der Großveranstaltung gab es zwei Bühnen und acht Bands. Warum es keinen Headliner gab, wird schnell klar: Alle Künstler standen im Mittelpunkt - kein Genre spielte die Hauptrolle. Von Rockmusik über Funk und Soul zu Folk, Indie und Pop war für jeden Musikgeschmack etwas dabei.

Während sich die Besucher am Mittag nur schleppend auf dem Festivalgelände einfanden, wurden es am Abend immer mehr Musikfans. Den Auftakt auf der großen Bühne machte „Maciek“. Weiter ging es mit der hannoverschen Band „Driven by Clockwork“. Aufmerksam wurden die Organisatoren auf die Band in Gestorf: Dort hatten die Musiker Tim Seidler, Jens Telgmann, Dominik Both und Martin Reche im Oktober vergangenen Jahres ein Gastspiel in einer Scheune. Die Band hat sich seitdem enorm weiterentwickelt: Ihre Musik, eine Mischung aus Alternative und Postrock mit New-Wave-Einflüssen der Achtzigerjahre, kam bei den Besuchern super an.

Für Sommermusik sorgte anschließend auch Singer-Songwriter Danny Latendorf. Der 23-jährige Musiker aus Hannover orientiert sich an der Musik von John Mayer oder Ed Sheeran. „In meinen Texten geht es um die Freude am Leben und darum, seine Träume zu leben. Alles, was ich erlebe, muss ich musikalisch aufarbeiten“, sagt der Künstler, der sowohl als Soloact, als auch in einer Band deutschlandweit auftritt.

Wiederholungstäter war dieses Jahr „Sound Discount“. Mit neuen Songs von ihrem Album und bekannten Cover-Songs wie „Treasure“ oder „Loving you is killing me“ brachten sie die Besucher zum Tanzen. „Es ist ein tolles Publikum hier in Völksen. Das hier die Besucher mittanzen ist wirklich selten“, sagt die 26-jährige Sängerin Marlit Schwarzer. Die Band aus Hannover hat sich Ende 2010 gegründet und feiert am 3. September im Sofaloft in Hannover ihren EP-Release.

Auch Rap-Fans kamen auf ihre Kosten: Mit „Passepartout“ sorgte die sechsköpfige Gruppe mit einer Mischung aus deutschfranzösischen Rap und Live-Instrumenten für ausgelassene Stimmung. Etwas ruhiger ließ es dafür Jeremy Bro mit sanften Gitarrenklängen auf der Nebenbühne angehen, bevor „North Alone“ dem Publikum ordentlich einheizte. Mit viel Applaus wurde vor allem So-Kumneth Sim belohnt, der sein Talent an der Violine unter Beweis stellte. Die Band, die vor einem Jahr ihr Album „Cure & Disease“ auf den Markt brachte, tourten bereits mit Frank Turner durch Deutschland und spielten im Vorprogramm zahlreicher bekannter Künstler wie „Billy the Kid“ oder Rob Lynch. „Anfang des Jahres wollen wir ein neues Album veröffentlichen“, sagt Sänger Manuel North mit der einzigartigen Reibeisenstimme. Der punkgetriebene Songwriter-Folk wirkt authentisch und direkt. Da ließ es sich das Völksener Publikum auch nicht nehmen, bei den ruhigeren Songs sich spontan an den Händen zu nehmen, einen Kreis zu bilden und ausgelassen zu tanzen. „Wir hatten sehr viel Spaß beim Auftritt.“

Bevor es zum After Festival ging, stellte auch die Band „C for Caroline“ unter Beweis, dass sie das Festival noch einmal aufmischen konnten: Die Rock-Pop-Combo trat bereits bei der Klub-Musik auf.

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