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Fest-Finale mit schrägen Tönen

Springe Fest-Finale mit schrägen Tönen

Am Montagabend kam der Hilferuf: Auf seiner Facebook-Seite postete das Jägercorps die Frage: „Volks- und Schützenfest - was muss verbessert werden?“ Gerade hatten die Schützen einen frustrierenden Abschluss der Feier erlebt.

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Das viertägige Schützenfest ist nicht so gelaufen, wie es sich die Schützen erträumt haben. Sie hadern mit den Schaustellern und den wenigen Besuchern.

Springe. Feuerwerk abgesagt, das Zelt auch am letzten Abend deutlich leerer als erhofft. Und das war noch nicht alles.

Man muss es auch mal sagen: Es hat vielen viel Spaß gemacht an den vergangenen Tagen. Der Kinderumzug lief trotz des wechselhaften Wetters prima, der große Umzug am Sonntag war ein Hingucker und auch der Rummel am Hallenbad zog immer wieder zahlreiche Familien an.

Warum also der Ärger? Am Montag ging es mit einer unliebsamen Entdeckung los: Eines der Schützenfest-Werbeschilder war gestohlen worden. Nachmittags beim Festessen gab es dann den nächsten Seitenhieb: „Auch ohne die Unterstützung vom Feuerwehrmusikzug“ habe der Spielmannszug dort im Zelt ein sehr schönes Konzert gegeben, schrieben die Schützen bei Facebook.

Am Montagabend weiterer Frust: Nach dem Abschlusskonzert leerte sich das Festzelt rasch; am Ende feierte nur noch eine versprengte Zahl Gäste. Die dann auch noch, so die Beschwerde des Jägercorps, frühzeitig vom Festwirt vor die Tür gesetzt worden seien: Man habe sie „von ihren Plätzen verscheucht, um Tische und Bänke abzubauen. Und das vor 22 Uhr“, klagte der Verein bei Facebook. Dass der Festwirt zuvor das geplante Abschlussfeuerwerk wegen des unbeständigen Wetters und des fast leeren Zeltes abgeblasen hatte, war da fast nur noch eine Randnotiz.

„Erstmal alles sacken lassen“

Nach dem Schützenfest ist immer auch vor dem Fest: Das Spielmanns- und Hörnerkorps Springe tritt 2017 als Ausrichter der Großveranstaltung auf. Keine leichte Aufgabe, wie die Vorsitzende Christa Heinzel durchblicken lässt: „Das Ganze ist sehr unruhig geworden.“ Die größten Fragen seien, ob drei oder vier Tage gefeiert werde und wie es mit dem Katerfrühstück weitergehe. „Wir müssen erstmal alles sacken lassen und uns sortieren.“ Die Spielleute planen für Anfang August eine erste Abstimmung. Der Musikerin ist wichtig, ihre Mitglieder „nicht für ein Fest zu verschleißen, dass dann nicht den erhofften Erfolg bringt“. Der Organisationsaufwand sei enorm, vielen Fest-Besuchern sei das leider nicht klar.

Wirt ist für Verkürzung

Festwirt Jörg Ahrend ist ein klarer Fan davon, das Schützenfest auf drei Tage zu verkürzen. „Wir haben vier Tage geleiert. Im letzten Jahr bei der Feuerwehr konnten wir drei Tage stramm durchziehen“, lautet Ahrends Bilanz. „Meine Personal- und Betriebskosten sprengen bei vier Tagen einfach den Rahmen.“ Trotzdem: Wolle der Spielmannszug für Juni 2017 mit ihm zusammenarbeiten, sei er „in jedem Fall verhandlungsbereit“. Einen Aufschwung könne das Springer Traditionsfest seiner Meinung nach erfahren, wenn sich die fünf Schützenfest-Vereine zusammenschließen.

Von Christian Zett und Marita Scheffler

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