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„Schwierig - aber wir kriegen das hin“

Springe „Schwierig - aber wir kriegen das hin“

Der städtische Fachdienstleiter Karl-Hermann Heinze rechnet mit weiteren Flüchtlingen in Springe. Allmählich werden die Möbel knapp.

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Auch Lampen könnten knapp werden: Hans-Joachim Walsch vom Möbellager hofft auf zahlreiche Spenden.

Quelle: Ralf T. Mischer

Springe. Wohnungen gibt es genug - aber die Ausstattung für Flüchtlinge wird allmählich knapp. Darauf weist der städtische Fachdienstleiter Karl-Hermann Heinze jetzt hin. Er bittet die Springer um Möbelspenden; immerhin werden allein kommende Woche zehn weitere Neuankömmlinge erwartet.

Der Hintergrund: Die Zahl der Asylbewerber steigt - und die Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen ist „stark angespannt“. So formuliert es zumindest das Innenministerium und kündigt an, dass die Kommunen einmalig bis zu 3000 Flüchtlinge „zu einem deutlich früheren Zeitpunkt“ aufnehmen müssen. Durch diesen ungeplanten Zugang stehen die Kommunen allerorten vor großen logistischen Herausforderungen.

Karl-Hermann Heinze geht derzeit davon aus, dass Springe dadurch 18 zusätzliche Neuankömmlinge unterbringen muss, zehn kommen bereits in der nächsten Woche. Die Herausforderung könne man aber problemlos bewältigen, zumindest was den Wohnraum angeht: „Wir haben noch Luft“, sagt der Fachdienstleiter. Wohnungen stünden für die ersten zehn neuen Flüchtlinge zur Verfügung, auch die nötigsten Möbel, jeweils ein Tisch, Stühle und ein Sessel, seien organisiert. „Die Situation ist angespannt - aber nicht kritisch“, sagt Heinze.

Dabei bleibt die Stadt ihrem eingeschlagenen Weg treu, die Ankömmlinge dezentral in Mietwohnungen unterzubringen. Die Bereitschaft der Springer, Wohnungen für diesen Zweck an die Stadt zu vermieten, sei ungebrochen, sagt Heinze. Die zehn Neuankömmlinge werden in Eldagsen und Springe leben. Erst vor kurzer Zeit sei ein weiterer Mietvertrag unterzeichnet worden.

Flüchtlinge erhalten von der Stadt gebrauchte Tische, Stühle und Schränke aus dem Möbellager für ihre Wohnungen. Im Lager an der Hamelner Straße gehen nun aber langsam die Bestände aus. Immerhin versorgt die Einrichtung nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Menschen, die Sozialhilfe bekommen. Generell nimmt das Lager alle gebrauchten Möbel an, die noch benutzbar sind. Weitere Informationen unter (0 50 41) 7 33 54.

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