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Förderung läuft Ende 2018 aus

Eldagsen Förderung läuft Ende 2018 aus

Ein schönes Stadtbild hängt nicht nur am Marktplatz - so urteilte die Stadt, als sie die Stadtsanierung auf den Weg brachte, und bot Privatleuten eine Förderung für stadtbildprägende Gebäude an. Bis jetzt haben zehn das Angebot genutzt.

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Letzte Abnahme: Projektleiter Jan Welge (von links) und Sabine Kirchmann vom Fachdienst Stadtplanung klären im Gespräch mit Hauseigentümerin Maren Jänsch, ob die Arbeiten am Haus alle vollständig ausgeführt worden sind.

Quelle: Petra Zottl

Springe. Neue Fenster, eine gut gedämmte und frisch gestrichene Fassade sowie warme Zimmer dank eines neuen Ofens in der Eingangshalle: Kerstin Jänsch und ihre Familie blicken ohne Sorge auf den nahenden Winter. Im Zuge der Eldagser Stadtsanierung hat die Familie Zuschüsse von Stadt, Land und Bund bekommen, um die Wohnräume der großen landwirtschaftlichen Hofanlage aus dem Jahr 1771 fit für das 21. Jahrhundert zu machen. „Im Winter war es manchmal schon recht kühl“, erinnert sich die 39-Jährige an die vergangenen Winter in dem Baudenkmal.

Gestern war nun Schlussabnahme: Um sicherzugehen, dass alle Arbeiten richtig ausgeführt wurden, statteten Sabine Kirchmann vom Fachdienst Stadtplanung der Stadt Springe und Jan Welge, Projektleiter bei der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) - das bundesweit tätige Stadtentwicklungsunternehmen verwaltet treuhänderisch das Vermögen für Städtebauförderprojekte wie das in Eldagsen.

273 stadtbildprägende Gebäude - zumeist Fachwerk- und Backsteinbauten - hatte die Stadt im Jahr 2009 in Eldagsen lokalisiert. Zehn Eigentümer haben seit Beginn der Stadtsanierung größere Modernisierungen geplant und dafür Förderzuschüsse bewilligt bekommen. Eine Zahl, mit der Welge sehr zufrieden ist - auch wenn sie zunächst klein aussieht. „So eine Sanierung muss auch in die Lebensplanung der Bürger passen“, sagte er.

Noch bis Ende 2018 können Bürger finanzielle Unterstützung bekommen, sofern sie beispielsweise die Modernisierung der Außenhülle ihres Hauses planen. Bund, Land und Stadt schießen bei Antragsbewilligung je ein Drittel der Fördersumme zu. Im Falle der Außenhüllensanierung sind das dann bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten. Ein Jahr haben die Eigentümer nach der Förderzusage Zeit, das Projekt umzusetzen. Zur Jahresfrist 2018 müssen aber auch die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mit den Arbeiten am Fachwerkhaus der Jänschs waren Welge und Kirchmann gestern hochzufrieden. Denn auch der Erhalt der Häuser rund um den Eldagser Ortskern ist in ihren Augen wichtig für eine gelungene Stadtsanierung. „Was nützt der schönste Markplatz, wenn keiner drumherum wohnt“, sagte Kirchmann.

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