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Geldstrafe für Eisenstangen-Attacke auf Ehefrau

Springe Geldstrafe für Eisenstangen-Attacke auf Ehefrau

Erst hat er sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafft, dann seine Frau mit einer Eisenstange malträtiert und deren Freund den Tod angedroht: Ein 53-jähriger Springer ist zu einer Geldstrafe von 3150 Euro verurteilt worden.

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Strafmildernd wertete Richterin, dass der Angeklagte mit einem Blutalkoholgehalt von 1,9 Promille erheblich betrunken gewesen sei und keinerlei Vorstrafen aufwies.

Quelle: Symbolbild

Springe. „Hätte sie mich nicht verarscht, wäre das alles nicht passiert“, erklärte der Angeklagte Richterin Tanja Künnemann zum Abschluss der Verhandlung, bei der ein Zutritt erst nach einer Eingangskontrolle möglich war. Im Mai vergangenen Jahres hatte der Springer bei einem Kneipenbesuch erfahren, dass seine Frau mit einem anderen Mann gesehen worden sei. Bis dahin sei er von einer funktionierenden Beziehung ausgegangen, obwohl seine damalige Frau und er getrennt lebten, sagte der 53-Jährige. Stark betrunken habe er die Kneipe verlassen, danach habe er einen „Filmriss“ und wisse von nichts mehr. Sehr genau konnte sich aber die Frau an diese Nacht erinnern. Sie habe ihrem Mann die Haustür geöffnet, nachdem er Sturm geklingelt hatte. Pitschnass und wutschnaubend habe er vor ihr gestanden, sagte die 43-Jährige. Ihr damaliger Mann habe sie zur Seite gedrückt und sofort mit einer Eisenstange auf sie eingehauen, sagte die Frau, die dabei Prellungen am Kopf und an der Hüfte erlitt. Er sei dann trotz ihrer Gegenwehr vom Hausflur des Mehrfamilienhauses bis in die Wohnung gelangt. Dort nächtigte ein Schulfreund der Frau, gegen den sich die Wut des Angeklagten ebenfalls richtet. Er schrie: „Wo ist das Schwein, den bringe ich um“, sagte der 50-jährige Berliner in seiner Zeugenaussage. Auch ihn wollte der Angeklagte mit der Eisenstange treffen. „Ich musste ein paar Mal in Deckung gehen“, sagte er. Die Polizei griff den Angeklagten wenig später in Springe auf.

Zwei Monate später ist es offenbar zu einem weiteren Zwischenfall im Schrebergarten des Paares gekommen. Nachdem der Angeklagte erfahren hatte, dass seine damalige Frau den Garten verkaufen wollte, habe er sie zur Rede stellen wollen. Die Anklage lautete, dass er seine Frau und noch zwei weitere Anwesende mit einer Pistole bedroht haben soll. „Ich hatte nur eine Zigarette in der Hand, eine Waffe habe ich noch nie besessen“, erklärte der 53-Jährige. Das Gericht stellte dieses Tatvorwurf auf Antrag des Staatsanwalts allerdings ein und beschränkte die Strafverfolgung auf die Attacke mit der Eisenstange.

Die psychischen Folgen des Angriffs seien noch heute deutlich gewesen, sagte Richterin Künnemann in ihrer Urteilsbegründung. Strafmildernd wertete Richterin Künnemann allerdings, dass der Angeklagten mit einem Blutalkoholgehalt von 1,9 Promille erheblich betrunken gewesen sei und keinerlei Vorstrafen aufwies. Der Angeklagte nahm das Urteil an mit den Worten: „Ich habe die Scheiße gebaut, ich bezahle das auch“.

von Annegret Brinkmann-Thies

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