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Geplantes Baugebiet "Schille" wird kleiner

Springe Geplantes Baugebiet "Schille" wird kleiner

Für viele ist es das Sahnestück im Süllbergort: In das seit vielen Jahren geplante und auch vom Bennigser Ortsrat favorisierte Baugebiet Schille ist wieder Bewegung gekommen. Ein Erschließungsträger hat nach Auskunft von Bürgermeister Christian Springfeld ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben - und neue Probleme für das Gebiet nördlich der Friedrich-Ludwig-Jahn Straße festgestellt.

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„Höchste Priorität“: Bürgermeister Springfeld will die Bebauung der „Schille“ in jedem Fall ermöglichen.

Quelle: Brinkmann-Thies

Bennigsen. Zugrunde liegt dem Gutachten eine Verkehrsprognose der Deutschen Bahn bis zum Jahr 2030. Besonders der Güterverkehr soll demzufolge zunehmen. Zudem sei inzwischen ein sogenanntes Schienenprivileg weggefallen, erklärte Springfeld. Bis vor einigen Jahren waren Lärmschutzmaßnahmen an Schienenwegen erst dann gesetzlich gefordert, wenn der Beurteilungspegel für Straßenverkehrslärm um fünf Dezibel überschritten wurde. Für das geplante Baugebiet Schille heißt das, dass eine Erschließung von Grundstücken in der Nähe der Bahnschienen, wenn überhaupt nur mit Lärmschutzmaßnahmen möglich wäre.

Das geplante Wohngebiet werde deshalb voraussichtlich deutlich kleiner als gedacht und könne wahrscheinlich nurmehr von der Straße Zur Schille bis zu einem Feldweg reichen, der von der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße in nördliche Richtung zum Süllberg führt. Ursprünglich sollte das Areal für neue Häuser über den Feldweg hinaus in Richtung Kreisstraße 227 reichen.

Springfeld machte aber klar: „Mir ist viel daran gelegen, die Schille zu bebauen.“ Die Erschließung dieses Gebiets zu ermöglichen, habe „höchste Priorität“. Bereits seit geraumer Zeit sei die Stadt mit verschiedenen Erschließungsträgern im Gespräch. Einer sei nun intensiv in die Planung eingestiegen. Deutlich machte der Bürgermeister aber auch: Bevor in dem nordöstlich gelegenen Areal von Bennigsen Häuser gebaut werden können, müsse zunächst das Kanalnetz entsprechend saniert sein. Und das werde nicht vor 2018 der Fall sein. Eine Realisierung der Schille war vor Jahren eben daran gescheitert. Springfeld fügte hinzu, dass in Bennigsen auch noch weitere Flächen für eine mögliche Bebauung im Gespräch seien.

„Wir brauchen in Bennigsen auf jeden Fall ein neues Baugebiet“, erklärte auch Ortsbürgermeister Volker Gniesmer (SPD). Die Schille ist aber auch für den Ortsbürgermeister das „vorrangige Baugebiet“ im Süllbergort Wegen des Lärmgutachtens sei es aber schwierig, es in der geplanten Größenordnung und über den Feldweg hinaus in Richtung Lüderser Straße zu realisieren. Weil das Gelände dort zum Süllberg hin ansteige, stelle der Zuglärm ein besonderes Problem dar. In der jüngsten Sitzung des Bennigser Ortsrats hielt Regionsabgeordneter Detlev Herzig (SPD) noch einen Vorschlag parat. Möglicherweise können Gabionen vor dem Gleisbett installiert werden und somit ein wirksamer Lärmschutz erfolgen. Darüber müsse nun mit der Bahn gesprochen werden, so Gniesmer.

Von Anne Brinkmann-Thies

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