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Geschäftshaus an Langer Straße geplant

Eldagsen Geschäftshaus an Langer Straße geplant

Ein Investor will an der Langen Straße eine Ladenzeile abreißen und mit einem Büro- und Geschäftshaus ersetzen. Außerdem soll der hintere Bereich des Geländes bis zum Neuen Gehlenbach einbezogen werden.

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Die Animation zeigt, wie sich ein Neubau an der Langen Straße neben der Volksbank einfügen würde. Die bestehende Ladenzeile, in der zurzeit unter anderem eine Bäckerei, eine Apotheke und ein Elektro-Geschäft untergebracht sind, soll abgerissen werden. privat

Eldagsen. Der Sanierungsbeirat ist in einer komfortablen Situation: Gleich zwei Investoren planen in der Stadt große Bauvorhaben. Gegenüber des Kirchplatzes will die Firma Nurda-Hausbau aus Hannover mit dem Architekten Jens-Uwe Seyfarth Wohn- und Geschäftsbauten errichten. Und oberhalb des Neuen Gehlenbachs, an der Wallstraße, wollen die Hannoveraner ebenfalls investieren. Dort aber planen der Architekt Peter Holzki und der Initiator Hans-Ulrich Weber schon den neuen Wallstraßenhof. Als Konkurrenten sehen sich beide Planergruppen nicht. Sagen sie. Ein Überblick.

Das Projekt an der Langen Straße: Hier soll eine neue Mitte für Eldagsen entstehen. „Wir wollen die Attraktivität steigern und neuen, zeitgemäßen Wohnraum schaffen“, sagt Seyfarth. Derzeit seien die Sichtachsen am Kirchplatz durch eine Barriere, den lang gezogenen Gebäudekomplex an der Langen Straße 65, unterbrochen. Das Gebäude soll zurückgebaut werden um eine „Durchgängigkeit zu schaffen“.

Dadurch öffne sich der Raum, „und man kann endlich einen Bezug zur anderen Seite herstellen“. Auf der Freifläche sollen schmale Geschäfts- und Wohnhäuser entstehen, gegenüber des Kirchplatzes wünschen sich die Planer eine Nutzung als Café oder Einzelhandelsgeschäft. Oben könnten Ärzte einziehen. All das soll dazu beitragen, dass die Innenstadt lebendiger wird und mehr Fußgänger unterwegs sind. Dass die Apotheke weg solle, sei allerdings falsch: „Alle bisherigen Gewerbetreibenden können bleiben“, betont Seyfarth. Dann eben in einem Neubau.

Das Nurda-Projekt an der Wallstraße: Seyfarth hat auch den Bereich oberhalb des Neuen Gehlenbaches in die Planungen mit einbezogen. Dort sollen seniorengerechte und teils barrierefreie Wohnungen entstehen. Auch mit Betreibern von Senioren- und Pflegeheimen sei man im Gespräch. Als Konkurrenz zum Wallstraßenhof sieht Reinhard Lange-Köppel von der Nurda-Hausbau die Planungen aber nicht: „Wir stehen nicht im Wettbewerb zueinander, wir können uns auch vorstellen, dort gemeinsam etwas zu machen.“

Der Wallstraßenhof: Architekt Peter Holzki und der Initiator Hans-Ulrich Weber planen nach mehreren Gesprächen mit interessierten Bürgern, die Seniorenwohnanlage nicht mithilfe eines Investors zu bauen. Stattdessen soll eine Eigentümergemeinschaft gegründet werden, die das Projekt mit den Einlagen der künftigen Eigentümer finanziert und betreibt. Wer Mitglied ist, hat Erstzugriff auf eine Mietwohnung, wer keine braucht, erhält Zinsen. Genaueres zur Organisation, Finanzierung und zu entstehenden Kosten kann Wolski noch nicht sagen: „Wir entscheiden das gemeinsam mit den Interessenten.“ Das nächste Treffen soll am Mittwoch nächster Woche stattfinden.

Das sagt der Sanierungsbeirat: Ortsbürgermeister Ralf Burmeister betont, dass ihm sowohl das Projekt an der Langen Straße als auch beide Planungen an der Wallstraße zusagen. „Wir warten ab, welche Lösung sich durchsetzt“, sagt er. Ziel sei, dass das Grundstück wieder bebaut wird und dass der Schandfleck weg ist.“

Das Projekt an der Langen Straße wurde von allen Mitgliedern des Gremiums einhellig begrüßt.

von Ralf T. Mischer

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