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Gleichstellungsbeauftragte legt ihren Posten nieder

Springe Gleichstellungsbeauftragte legt ihren Posten nieder

Am 30. Juni hat Anke Niemand ihren letzten Tag als Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Springe. „Ich muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören“, erklärt sie den Schritt. Niemand hat den Posten seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlich für eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 Euro monatlich ausgefüllt.

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Springe. „Ich habe nun meine Rente bewilligt bekommen, und ich möchte mehr auf meine Gesundheit achten“, begründet Niemand den Rücktritt. Sie habe in ihrem Ehrenamt schon lange nicht mehr das leisten und anbieten können, was gefordert gewesen sei. „Ich bin meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht geworden“, gibt sie offen zu. Das sei für sie ein Signal dafür gewesen, dass sie dringend kürzertreten und Platz für eine neue Gleichstellungsbeauftragte machen müsse.

Noch im November vergangenen Jahres hatte Niemand erklärt, dass sie sich gut vorstellen könne, sich auch für den hauptamtlichen Posten der Gleichstellungsbeauftragten zu bewerben. Hintergrund: In der Region müssen alle Kommunen mit mehr als 20 000 Einwohnern künftig eine hauptberufliche Gleichstellungsbeauftragte mit mindestens einer halben Stelle beschäftigen. Finanziert werden die Stellen zur Hälfte vom Land.

Das bedeutet für die Stadt Springe, dass sie die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten in ihrer Verwaltung erheblich ausweiten muss. Künftig müssen diese an „allen Vorhaben, Entscheidungen, Programmen und Maßnahmen“ mitwirken, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau haben. Grund für die Neuerung ist eine Novelle des Kommunalverfassungsgesetzes, die der niedersächsische Landtag Ende 2016 verabschiedet hat.

Verabschiedung am 15. Juni

„Am 15. Juni werde ich offiziell in der Ratsversammlung aus meinem Amt entlassen.“ Eine Nachfolgerin steht noch nicht fest. Die Stelle muss erst noch ausgeschrieben werden. Eine Einstellung ist laut Stadtverwaltung frühestens im Sommer geplant.

„Es war für mich eine Ehre, dass ich bei den Einstellungsverfahren der Stadt dabei sein durfte“, resümiert Niemand. Ihrer Nachfolgerin wünscht sie alles Gute und vor allem das Vertrauen der Springer.

Von Sandra Hermes

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