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Große Zustimmung für Flüchtlingshäuser

Springe Große Zustimmung für Flüchtlingshäuser

Flächen an der Bahn und an der Leipziger Straße werden zur Überprüfung freigegeben: Das Thema hatte im Vorfeld für viel Bauchgrummeln gesorgt. Trotzdem stimmten in der Ratssitzung am Donnerstagabend fast alle Politiker dafür, auf zwei Flächen in der Kernstadt den Bau von Flüchtlingshäusern grundsätzlich zu ermöglichen.

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Besser als kurzfristige Unterbringungen: In Springe sollen zwei Flächen an der Bahn und an der Leipziger Straße überprüft werden. Es könnten dort Flüchtlingshäuser entstehen.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Springe. Die kontroversen Debatten, die es in den vergangenen Wochen im Ortsrat und in den Ausschüssen gab, blieben aus. Christdemokrat Ulrich Kalinowski legte lediglich Wert darauf, „dass die jetzige Zustimmung noch kein Freibrief für eine Bebauung ist“. Neben diesem Hinweis gab es auch eine kurze Schelte: Er wundere sich noch immer, dass die Ablehnung des Ortsrates „einfach vom Tisch gewischt“ wurde. Die eine der beiden Flächen hätte gar nicht mehr im Verwaltungsausschuss und damit auch im Stadtrat auftauchen können. Kalinowski und sein Fraktionskollege Tim Schmelzer, der ebenfalls im Ortsrat sitzt, enthielten sich deshalb bei der Abstimmung.

Konkret geht es um eine Wiese am Kalkwerk, schräg gegenüber vom Lidl-Markt, neben einem Getränkehandel. Das Grundstück liegt direkt an den Bahngleisen – für mehrere Politiker ein großer Makel. Bei der anderen Fläche handelt es sich um das Feld an der Leipziger Straße, zwischen den Kleingärten an der Jägerallee, dem Diakoniezentrum und der IGS. Dort schlägt die Verwaltung eine Bebauung am südwestlichen Zipfel vor, vis-à-vis von den Kalkwerk-Hochhäusern.

Auf dem Areal waren ursprünglich ein Kleingarten-Vereinsheim, Parkplätze und ein Spielplatz vorgesehen. Wohnhäuser können nach derzeitigem Recht nicht entstehen – diese Möglichkeit möchte die Verwaltung jetzt erhalten. Baudirektor Reinhard Schade hatte in den vorherigen Beratungsrunden gebetsmühlenartig betont, dass im ersten Schritt lediglich überprüft wird, ob die Flächen geeignet sind. Gutachter müssen zum Beispiel klären, wie störend der ständige Zuglärm auf dem Kalkwerk-Grundstück wirklich ist.

„Wie schnell geht sowas?“, fragte der parteilose Jürgen Kohlenberg am Donnerstag. Bei dem Thema sei schließlich „ein bisschen Dampf drauf“. Nach Auskunft von Schade habe die Stadt extra einen „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ gewählt, weil der verkürzte Fristen biete. Die Politik solle dennoch fortlaufend über den Sachstand informiert werden.

Von Marita Scheffler

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