Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Großeinsatz: 88-Jähriger verläuft sich im Deister

Springe Großeinsatz: 88-Jähriger verläuft sich im Deister

Bange Stunden, glückliches Ende: Nach einer groß angelegten Suchaktion wurde ein 88-jähriger Wanderer am späten Montagnachmittag lebend im Deister gefunden.

Voriger Artikel
140 Jahre Männergesangsverein: „Hurra, wir leben noch“
Nächster Artikel
Bauernmarkt macht Lust auf Herbst

Rettungsanker Handy: Nachdem das Mobiltelefon geortet wurde, erreichten die Einsatzkräfte den 88-jährigen Wanderer. Foto: Herrmann

Quelle: Bernhard Herrmann

Springe. Der Mann war nach Polizeiangaben am Sonntagmittag aus Hannover nach Springe gefahren, um im Deister wandern zu gehen. Er gelte trotz seines hohen Alters als rüstig, teilten die Beamten mit. Sein Auto hatte der Mann am Parkplatz neben dem Lutherheim abgestellt - auf dem Beifahrersitz lag eine große Wanderkarte. Von dort war er durch den Deister bis zum Gasthof Ziegenbuche in Bad Münder gewandert - ein Marsch von 90 bis 120 Minuten. Nachdem der Senior dort gegessen hatte, machte er sich auf den Rückweg nach Springe - wo er Zeugen zufolge auch ankam: Diese sahen ihn am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr an der Karl-Hiller-Hütte, einem Rastplatz entlang des Wanderweges, der von der Wolfstalstraße abgeht.

Der Senior habe den Zeugen auf deren Nachfrage erklärt, er sei auf dem Rückweg zu seinem Auto. Trotzdem informierten sie die Polizei - zu Recht, wie sich wenig später herausstellte: Denn bei seinem Wagen kam der Mann nie an. Gegen 22 Uhr telefonierte er noch einmal mit seiner Ehefrau und erzählte ihr, dass er sich verlaufen habe. Dann brach das Gespräch ab.

Die Polizei suchte noch in der Nacht nach dem 88-Jährigen - per Handyortung und mit einem Hubschrauber. Zunächst vergeblich. Zwar war das Mobiltelefon des Rentners angeschaltet - die Berglage habe eine genauere Ortung jedoch zunächst erschwert, so die Polizei. In Völksen, wo am Montag die Einsatzleitstelle eingerichtet wurde, waren alleine 53 Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen unterwegs: Neben Springe waren auch Völksen, Eldagsen, Alvesrode und Bredenbeck vertreten. Von dort sowie von der Jägerallee aus durchkämmten die Helfer gezielt den Deister. Eine Rettungshundestaffel konnten die Beamten über die Johanniter organisieren - und auch das DRK war verständigt.

Dann gegen 17.15 Uhr am Montag die Erlösung: Das Handy konnte doch noch geortet werden. Und kurze Zeit später trafen die Einsatzkräfte oberhalb der Jägerallee ein, wo sie den Mann fanden. Der 88-Jährige war laut Polizei nur leicht unterkühlt und wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

„Das war ein riesiger Einsatz, der aber auch gerechtfertigt war bei dem positiven Ausgang der Suchaktion“, sagte Kripo-Chef Hartmut Retzlaff am Abend. Warum der Senior sein Handy nicht nutzte, um Hilfe zu holen, ist noch unklar.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.