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Großer Andrang bei Abschied von Pastor Lemke

Bennigsen Großer Andrang bei Abschied von Pastor Lemke

Deutliche Worte fand Pastor Harald Lemke bei seiner letzten Predigt in der St.-Martin-Kirche: Es sei bedrückend, dass zurzeit so viele Menschen populistischen Seelenfängern auf den Leim gingen, sagte er. Der Abschied von der Gemeinde Bennigsen/Lüdersen falle ihm schwer, sagte der Geistliche, der mit einem besonderen Ständchen verabschiedet wurde.

Bennigsen. Liebe auf den ersten Blick sei es nicht gewesen, als er vor 20 Jahren die Kirchengemeinde Bennigsen/Lüdersen übernahm und den Gottesdienstraum sah, sagte Pastor Harald Lemke bei seiner letzten Predigt. Aber nach und nach habe er eine große Sympathie für die St.-Martin-Kirche gewonnen, umso schwerer ist ihm der Abschied gefallen. Er wird eine Pfarrstelle im ostfriesischen Westerstede übernehmen.

Zahlreiche Gemeindemitglieder wollten sich von ihrem Seelsorger verabschieden. In seiner Predigt ließ der Pastor auch das politische Geschehen nicht außer Acht. Er empfinde es als bedrückend, dass so viele Menschen den Seelenfängern auf den Leim gehen, die Trump, Erdogan oder Putin heißen oder zur Pegida und zur AfD gehörten. Lemke machte der Gemeinde Mut: „Durch uns, die wir Jesus folgen, wird lebendig, was er sagt. Nur durch uns, die wir getauft sind, kann die Welt sehen, was wir können als Christen.“

Nach dem Gottesdienst wurde Lemke bei einem Empfang verabschiedet. Superintendent Detlef Brandes machte in seiner Ansprache deutlich, dass Lemke nicht nur ein Mann klarer Worte sei, sondern auch ein Seelsorger.

Roderic von Bennigsen, Patron von St. Martin, verabschiedete sich mit sehr persönlichen Worten von Lemke. Er sei besonders dankbar für die Begleitung, als es Todesfälle in seiner Familie gab. Als Abschiedsgeschenk spielte von Bennigsen das Prélude aus der Suite Nr. 1 in G-Dur für Violoncello Solo von Johann Sebastian Bach.

Von Horst Voigtmann

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