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Grüne wollen kein Parteiengezerre

Kommunalpolitik Grüne wollen kein Parteiengezerre

Mit Blick auf die nach dem Tod von Jörg-Roger Hische vorzuziehende Bürgermeisterwahl haben die Grünen einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet: Danach soll ein Nachfolger über eine Art öffentliches Ausschreibungsverfahren gefunden werden.

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Thielmann-Dittert hat für sich selbst indes eine Kandidatur ausgeschlossen.

Quelle: Privat

Springe. Grünen-Ratsfrau Elke Thielmann-Dittert bestätigte auf Anfrage, dass sie entsprechende Überlegungen an die übrigen Ratsfraktionen herangetragen hat. „Es wird sehr schwer werden, unter den gegenwärtigen Umständen auf dem üblichen Weg einen geeigneten Bürgermeister zu finden“, begründet sie ihren Vorstoß. Der vor zweieinhalb Wochen plötzlich gestorbene Amtsinhaber hinterlasse eine sehr große Lücke. „Schon bei einem normalen Ausscheiden hätte es jeder Nachfolger schwer gehabt, weil er sich immer an Jörg-Roger Hische hätte messen lassen müssen. So ist es noch viel schwieriger“, sagt die Bennigserin und fügt hinzu: „Ich sehe derzeit im politischen Raum niemandem, der diesen Anforderungen auch nur annähernd gerecht werden könnte.“

Hinzu komme, dass Springe mehr denn je einen erfahrenen Verwaltungsfachmann an der Spitze des Rathauses brauche. Nach ihrem Verständnis sei dies angesichts der die Stadt erwartenden Herausforderungen wichtiger als die politische Funktion des Amtes.

Den Parteien bliebe so zudem erspart, binnen kurzer Zeit eigene Kandidaten aus dem Hut zaubern zu müssen, wirbt Thielmann-Dittert für ihre Idee. Wie berichtet, muss ein Nachfolger spätestens am 17. Januar gewählt werden.

Noch zu klären sei die rechtliche Komponente, räumt die Grünen-Politikerin ein. Denn bestimmt wird der künftige Bürgermeister per Direktwahl, also unmittelbar von den Springer Bürgerinnen und Bürgern. Die Ausschreibung könne deshalb nur dazu dienen, im Vorfeld einen oder mehrere Kandidaten zu finden, die parteiübergreifend auf den Rückhalt des Rates zählen können. Unabhängigen Einzelpersonen bleibe es unbenommen, sich zu bewerben.

Thielmann-Dittert hat für sich selbst indes eine Kandidatur ausgeschlossen. 2011 gehörte sie zu den drei Gegenkandidaten Hisches. Einen zweiten Anlauf will die 55-Jährige nicht nehmen. „Es war eine spannende Erfahrung, aber ich habe nicht die erforderliche Akzeptanz in Springe.“

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