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Hätte Tod des Patienten verhindert werden können?

Suche nach dem Senior aus Benningsen Hätte Tod des Patienten verhindert werden können?

Ein Senior, der nach einem Aufenthalt im Klinikum Gehrden spurlos verschwand wurde, war elf Tage später in einem Feld bei Evestorf tot aufgefunden worden. Entgegen erster Angaben der Polizei war sehr wohl ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera am Flughafen Hannover einsatzbereit, der umgehend nach dem Bennigser hätte suchen können.

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Ein Hubschrauber vom Typ Eurocopter
H 135 der Bundespolizei steht nach einer Zwischenlandung am Flughafen Hannover: Neben einem Suchscheinwerfer ist er auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet.
 CAP

Quelle: Bernhard Herrmann

Bennigsen. Der herzkranke Senior war am 22. März gegen 2.50 Uhr von einer Nachtschwester zuletzt auf der Pflegestation gesehen worden. Eine Großfahndung und eine 20-stündige Suche nach dem Vermissten mit etwa 100 Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Betreuungs- und Sanitätsdienst blieb erfolglos. Ein Hubschrauber, hieß es zuerst, habe dafür nicht zur Verfügung gestanden. Erst am vergangenen Sonnabend hatte ein Landwirt die Leiche des Bennigsers entdeckt: Der 82-Jährige hatte offenbar versucht, zu Fuß nach Hause zu gelangen, in der Dunkelheit aber die Orientierung verloren, sodass er in einem Bach ertrank.

„Der Hubschrauber wäre gegen 3 Uhr einsatzbereit gewesen“, sagt Holger Hilgenberg, Sprecher der Polizeidirektion Hannover. In der Nacht des Verschwindens wurde jedoch kein Fluggerät angefordert. Der zuständige Polizeieinsatzleiter vermutete den 82-Jährigen im Nahbereich der Klinik. Stattdessen erfolgte die Suche mit den Besatzungen von sechs Funkstreifenwagen.

Auch die Bundespolizei hatte einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera am Stützpunkt Gifhorn einsatzbereit. „Falls die Wetterbedingungen es zugelassen hätten, wäre der Hubschrauber der Bundespolizei in etwa 20 Minuten im Suchgebiet eingetroffen“, sagt Fiona Roloff, Sprecherin der Bundespolizei-Fliegergruppe in Sankt Augustin. „Ein Amtshilfeersuchen des Landes Niedersachen lag bei der Flugeinsatzzentrale in Gifhorn nicht vor“, sagt Roloff.

Der Polizeihubschrauber sowie ein speziell ausgebildeter Personenspürhund der Polizei nahmen die Suche nach dem Vermissten erst am Morgen des Folgetages auf, fanden den 82-Jährigen aber erneut nicht in der Umgebung der Klinik.

Der Eurocopter H 135 der Bundespolizei hat eine Wärmebildkamera, die im Dunkeln Menschen von Gegenständen unterscheidet, indem sie deren unterschiedliche Wärmeabstrahlung misst.

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