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Hygienemängel an Grundschule

Eldagsen Hygienemängel an Grundschule

In der Grundschule Eldagsen gibt es gravierende Hygienemängel. Schuld sind marode Wasserleitungen. Sie müssen zurzeit regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Legionellen bilden. Die Stadtverwaltung rät dazu, im kommenden Jahr 100 000 Euro zu investieren, um das Problem zu beheben.

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Vor mehr als vier Jahrzehnten errichtet: Die Hallermundt-Grundschule in Eldagsen hat Probleme mit maroden Wasserleitungen.

Quelle: Scheffler

Eldagsen. Eine halbe Million Euro ist in den vergangenen zehn Jahren in der Hallermundt-Schule verbaut worden. Die Dächer wurden isoliert, die Fassade gedämmt, Fenster und Türen erneuert. Eine große Baustelle ist allerdings geblieben: In den verzweigten Wasserrohren könnten sich Legionellen bilden, die die gefährliche Legionärskrankheit auslösen.

Die Grundschule wurde Anfang der Siebzigerjahre errichtet, sagt Frank Steinhauer, Mitarbeiter des Hochbauamtes. Damals waren Ringleitungen für die Warmwasserversorgung modern. Wie teuer es ist, so ein System zu unterhalten, stellte sich erst Jahre später heraus. Heißes Wasser etwa werde gar nicht überall benötigt: „Jeder normale Klassenraum kommt ohne aus“, sagt Steinhauer. In den Neunzigerjahren wurden die Rohre größtenteils zurückgebaut. Die verbliebenen Leitungsenden bereiten nun Probleme: In ihnen sammelt sich Wasser, ein Nährboden für Bakterien.

In all den Jahren habe es keine Probleme bei einer Wasseruntersuchung gegeben, beruhigt Steinhauer: „Wir lassen das ständig überprüfen, sowohl von der Stadt als auch von der Region.“ Der bislang verwendete Trick ist jedoch teuer und auch aus ökologischer Sicht bedenklich: Die Leitungen samt der toten Enden müssen in regelmäßigen Abständen komplett durchgespült werden, damit kein Brackwasser entsteht. Das Wasser fließt ungenutzt in den Abfluss. Dazu kommt ein weiteres Problem: Das gesamte Rohrsystem sei marode, sagt Steinhauer. Die Leitungen laufen durch einen feuchten Kriechkeller - die äußere Nässe greift das Metall zusätzlich an.

30 000 Euro will die Stadt noch in diesem Jahr ausgeben, um den Komplettaustausch der Rohre zu planen. Für das kommende Jahr möchten die Hochbauer 100 000 Euro reservieren und das Projekt in Ruhe vorbereiten und ausschreiben.

Die Handwerker können allerdings erst in den Sommerferien 2017 anrücken. Bis zum kommenden Jahr sei die Zeit schon jetzt zu knapp, und es führe kein Weg an sechs unterrichtsfreien Wochen vorbei, sagt Steinhauer: „Während der Bauarbeiten hat die Schule ja kein Wasser.“ Er warnt davor, die Maßnahme zu verschieben: „Wir haben da ein Problem, das wir beseitigen müssen.“

Von Marita Scheffler

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