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IGS-Außenstelle kostet 300000 Euro

Springe IGS-Außenstelle kostet 300000 Euro

In die beiden Türme neben der Grundschule am Ebersberg müssen rund 300 000 Euro gesteckt werden, damit der Gebäudekomplex als Außenstelle der IGS oder der Realschule genutzt werden kann. Bei den Eltern der betroffenen Schüler wächst der Unmut über die Übergangslösung.

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Die frühere OS Nord wird zur Außenstelle der IGS beziehungsweise Realschule.

Quelle: Scheffler

Springe. Eine Dreier-Gruppe im Stadtrat habe die restlichen Politiker „mit einer Klage erpresst“, schreibt der Elternratsvorsitzende der IGS, Peter Nold, in einem Brief an die Mütter und Väter. Die im Spätherbst 2014 vorgestellten Erweiterungsbau-Pläne für die IGS hätten deshalb nicht „ohne Gutachten und europaweite Ausschreibung“ umgesetzt werden können. Die Folge: eine erhebliche Verzögerung.

„Es ist eigentlich nicht unbedingt Sache eines Schulelternrats, sich aktiv in die Politik einzumischen. Aber was sich diese Gruppe auf dem Rücken unser Kinder geleistet hat, entbehrt jeglicher Vernunft“, so Nold wörtlich. Die Dreier-Gruppe sind die beiden Ratsherren der FDP und der Freien Wähler sowie der aus der CDU ausgetretene Jürgen Kohlenberg. Die drei Männer hatten sich schon in der Dezembersitzung des Stadtrates beschwert, man wolle ihnen den Schwarzen Peter für die Bau-Verzögerung zuschieben.

Vertreter der Lehrer und der Eltern haben in der vorigen Woche zusammen mit der Schulleitung und der Stadt beraten, wie die Raumnot im Schulzentrum Nord behoben werden kann. Dabei wurde deutlich, dass kein Weg an einer Außenstelle in der derzeitigen Hauptschule (neben der Grundschule am Ebersberg) vorbeiführt. Diese Interimslösung soll für vier bis fünf Jahre bestehen, wird jedoch nicht günstig: In das Gebäude müssen nach ersten Berechnungen 300 000 Euro investiert werden. Das meiste Geld wird dabei der Bau von insgesamt vier Fluchttreppen verschlingen: Sie sind eine Auflage des Brandschutzes und müssen an den beiden äußeren Gebäudeteilen entstehen, die als „Türme“ bezeichnet werden. Der Zeitplan ist eng - der IGS fehlen ab dem Sommer mindestens vier Klassenräume.

Vollkommen offen scheint noch zu sein, ob die Außenstelle für Gesamt- oder Realschüler ausgewiesen wird. Eine Ausgliederung von einem gesamten Jahrgang ist genauso denkbar wie der Vorschlag, dort nur Fachräume einzurichten und allen Jahrgängen einen Fußmarsch zuzumuten.

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