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IGS bildet Klasse für Flüchtlinge

Springe IGS bildet Klasse für Flüchtlinge

Es fehlt an Personal: Flüchtlingskinder müssen in der Grundschule Hinter der Burg deshalb den Regelunterricht besuchen. Die IGS hat derweil eine Sprachlernklasse eingerichtet. Das OHG besuchen zurzeit noch keine Flüchtlinge.

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Symbolbild: So schnell wie möglich sollen die Flüchtlingskinder die deutsche Sprache lernen, damit sie den Regelunterricht in den Springer Schulen besuchen können. Dann wird die Integration einfacher.

Quelle: Harald Tittel (dpa)

Springe. Die Flüchtlingskinder sprechen Arabisch, Serbisch oder Persisch. Viele von ihnen sind erst wenige Tage oder Wochen in Deutschland. In den Springer Schulen wird alles daran gesetzt, den Kindern den Start zu erleichtern. Doch es fehlt an Personal und weiteren Sprachlernklassen. Die IGS hat im Hauptschulgebäude eine Klasse mit Flüchtlingskindern eingerichtet. 17 Kinder und Jugendliche unterrichtet Mechthild Clemens dort derzeit. Es wird bereits eine Warteliste geführt. Auch die BBS Springe haben kürzlich eine Sprachlernklasse gebildet.

Clemens’ Ziel ist es, die neuen Schüler sprachlich so schnell wie möglich fit zu machen, damit sie eine Regelklasse besuchen können. „Meine Schüler an der IGS kommen hauptsächlich aus dem ehemaligen Jugoslawien, Syrien und Afghanistan“, berichtet Clemens. Schwierig sei die Heterogenität in der Klasse. Immer wieder kommen neue Schüler an, die bei null anfangen.

Die Kollegien der beiden Springer Grundschulen kümmern sich jeweils um drei Flüchtlingskinder. Da es jedoch an Personal fehlt, müssen die Kinder am Regelunterricht teilnehmen, obwohl sie nur sehr wenig verstehen. „Wir versuchen natürlich, sie so gut wie möglich zu unterstützen“, sagt Verena Kebsch-Jandel, Leiterin der Grundschule Hinter der Burg. Zusätzliche Lehrerstunden könnten nicht bereitgestellt werden. Unterstützung erhält ihre Schule von den Sprach-Lern-Scouts des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) sowie von Integrationslotsen der Volkshochschule. 40 Schüler vom OHG geben inzwischen Sprachunterricht in den Grundschulen.

In der Grundschule am Ebersberg kümmert sich hauptsächlich die pädagogische Mitarbeiterin um die drei Flüchtlingskinder, berichtet Schulleiterin Yvonne Pape. Drei bis vier Stunden übt sie täglich Deutsch mit ihnen.

Am OHG werden noch keine Flüchtlinge unterrichtet. Für die Neuankömmlinge ist die Sprachbarriere ein zu großes Hindernis. Leiterin Kerstin Prietzel: „Es ist schade, dass Schüler mit viel Potenzial wegen der Sprachbarriere derzeit noch in Schulen untergebracht werden, die niedrigere Bildungsabschlüsse anbieten.“ Prietzel hofft, dass auch an ihrer Schule künftig eine Sprachlernklasse eingerichtet wird - die Schaffung einer weiteren in der Sekundarstufe 1 sei gerade im Gespräch.

von Jennifer Minke-Beil und Ralf T. Mischer

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