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Immer mehr Kunden bei der Tafel

Springe Immer mehr Kunden bei der Tafel

Die Zahl der Tafel-Kunden ist in Springe gestiegen: Im vergangenen Jahr nahmen 1125 Bedarfsgemeinschaften das Angebot wahr, das ist ein Anstieg um 172, gab der Vorsitzende Uwe Lampe bekannt.

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Tafel-Chef Uwe Lampe (links) bedankt sich bei Werner Rothe, der nach zehn Jahren Vorstandsarbeit von Anke Albert abgelöst wird.

Quelle: Reinhold Krause

Springe. Die etwa 50 bis 60 Ehrenamtlichen versorgen in der Ausgabestelle 1500 Erwachsene sowie 984 Kinder und Jugendliche, das sind etwa 41 Personen pro Helfer. Das übersteigt den Bundesdurchschnitt bei Weitem. In Deutschland versorgen rund 920 Tafeln mit 60.000 Helfern etwa 1,5 Millionen Menschen, das sind 25 Personen pro Ehrenamtlichem.

15 Prozent der im Springer Stadtgebiet lebenden Einwohner haben das Recht, sich bei der Tafel zu versorgen, rechnete Lampe vor. 22 Prozent von ihnen sind deutsche Staatsbürger. Den höchsten Anteil der Berechtigten stellen die syrischen Bürger mit 46 Prozent, 28 Prozent stammen aus dem Irak, 15 Prozent kommen aus Simbabwe und 10 Prozent sind Flüchtlinge aus Eritrea und von der Elfenbeinküste. Das sei eine große Herausforderung für die Helfer in der Ausgabestelle aufgrund der Sprachprobleme und der Ansprüche der Kunden.

Hilfe verspricht sich der Tafel-Vorstand von der Einstellung von Bundesfreiwilligendienstleistenden (Bufdis). Gleichzeitig lobte Lampe die Springer Händler als gute Partner der Tafel. Überkapazitäten an haltbaren Artikeln werden auf die Einrichtungen im Umkreis aufgeteilt. Teilweise sei sogar eine Fahrt bis Bremen dafür notwendig, sagte Lampe.

91 Personen stehen derzeit als Beitragszahler auf der Tafel-Mitgliederliste, freute sich Lampe und wertete das als positives Signal für die Entwicklung der Springer Hilfsorganisation, die vor zehn Jahren gegründet wurde und vor sechs Jahren an die Jägerallee zog. Zweimal in der Woche versorgen die Tafel-Mitarbeiter dort ihre Kunden.

Von Anfang an dabei war Werner Rothe: Nach zehn Jahren verabschiedete er sich aus dem Vorstand und übergab die Hausschlüssel an Anke Albert, die einstimmig in das Gremium gewählt wurde. Rothe bleibt der Tafel aber im Beirat erhalten.

Die 51-jährige Albert ist neben ihrer Tätigkeit im Kindergarten Bennigsen schon seit gut einem Jahr bei der Tafel und liefert mit ihrem eigenen Auto Waren an Kunden, die den Weg nicht mehr zur Ausgabestelle schaffen. Gerade um die alten Kunden, die sich von der Tafel abgewendet hätten, wolle sie sich wieder intensiver bemühen und diese versorgen.

Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer dürfen sich für ihren unermüdlichen Einsatz auf eine Tagesfahrt nach Hamburg freuen. Geplant ist außerdem ein Tag der offenen Tür, und auch das zehnjährige Bestehen der Springer Tafel soll in einem würdigen Rahmen gefeiert werden.

Von Reinhold Krause

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